bedeckt München 28°

Nach dem Tod von Ilona Christen:Kampf den Gerüchten

Kein Tumor - kein Krebs: Der Mann der verstorbenen Fernsehmoderatorin Ilona Christen spricht über die Todesursache.

Die Gerüchteküche brodelt - von Depressionen und einem Krebsleiden ist die Rede, wenn es um den Tod der früheren Talkshow-Moderatorin geht. Jetzt meldet sich ihr Witwer zu Wort. Er will die Spekulationen entkräften.

Die Frau mit den vielen Brillen ist seit Freitag tot. Über die Todesursache gab es zuletzt einige Gerüchte. Ihr Witwer Ambros Christen sagt jetzt erneut, dass Ilona Christen an einer Blutvergiftung gestorben ist.

(Foto: Foto: dpa)

Der Schweizer Ambros Christen hat der Illustrierten Bunte gesagt, dass seine Frau nicht an einer Tumorerkrankung gestorben sei: "Es stimmt, dass sie in den letzten Jahren an Gewicht zugelegt hatte, aber nicht, weil sie angeblich einen Schilddrüsentumor hatte." Sie habe vor 30 Jahren einen kleinen Knoten an den Stimmbändern gehabt. "Nichts Ernstes. Ansonsten war sie kerngesund. Sie hat einfach gern gegessen und deshalb zugenommen." Zu den in der Bild-Zeitung geäußerten Vermutungen, die Moderatorin habe seit ihrem Rückzug aus dem Fernsehen vor etwa neun Jahren und seit dem Tod ihrer Mutter vor einigen Jahren unter Depressionen gelitten, sagte der Witwer nichts.

Todesursache bei der 58-Jährigen war nach seinen Angaben eine Blutvergiftung. Bei der sogenannten Sepsis gelangten Bakterien in den Kreislauf. "Eine Woche vor ihrem Tod zeigte ihr Körper die ersten Vergiftungserscheinungen. Zuletzt war ihr Blut komplett vergiftet. Da halfen auch keine Antibiotika und keine Blutdialyse. Irgendwann haben dann Leber und Nieren versagt. Ilona hatte einen septischen Schock, fiel ins Koma. Am 31. Juli starb sie", sagte Christen.

Der Blutvergiftung soll ein Sturz auf der Treppe vorausgegangen sein. Am 8. Juli soll sich Christen dabei das Schlüsselbein gebrochen haben. "Durch den Aufprall bekam sie einen riesigen Bluterguss, von der Schulter den ganzen Arm hinunter bis zum Handgelenk", sagte der 53-Jährige dem Blatt. Die Ärzte in der Klinik seien zunächst mit dem Heilungsprozess zufrieden gewesen, aber dann habe es Komplikationen gegeben.

Ihr Körper sei einfach seit Jahren total geschwächt gewesen, "obwohl sie erst 58 Jahre alt war, aber sie hat beim Fernsehen über viele Jahre hinweg täglich 200 Prozent gearbeitet", sagte der Witwer. Außerdem habe sie einen schlechten Blutgerinnungsfaktor gehabt. Ilona und Ambros Christen waren 27 Jahre verheiratet und lebten in der Schweiz.

© AP/abis/woja
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB