Kino-Schießerei von Aurora Staatsanwalt fordert Todesstrafe für Holmes

"Das gerechte Urteil für James Eagan Holmes ist die Todesstrafe": Mit dieser Forderung geht die Staatsanwaltschaft in den Prozess gegen den mutmaßlichen Kino-Attentäter von Aurora, der zwölf Menschen erschossen haben soll. Das Hauptverfahren soll allerdings erst wesentlich später als geplant beginnen.

Im bevorstehenden Prozess gegen den mutmaßlichen Kino-Amokläufer von Aurora will die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben die Todesstrafe für den Angeklagten James Holmes fordern.

"In dieser Sache bedeutet Gerechtigkeit für James Holmes den Tod", erklärte Staatsanwalt George Brauchler am Montag bei einer Voranhörung vor einem Gericht in Centennial im US-Bundesstaat Colorado. Der Prozess um die Bluttat, bei der zwölf Menschen starben, wurde inzwischen verschoben. Das Hauptverfahren beginnt nun erst am 3. Februar nächsten Jahres - sieben Monate später als geplant. Das Hauptverfahren soll insgesamt vier Monate dauern.

Der New York Times zufolge hatte Brauchler vor dieser Entscheidung Dutzende Familienangehörige der Opfer konsultiert. Nach seiner Ankündigung brachen Angehörige der Opfer im Gerichtssaal in Tränen aus, berichtete die Zeitung weiter.

Im vergangenen Juli hatte der damalige Student James Holmes bei einer "Batman"-Filmpremiere in Aurora zwölf Kinobesucher erschossen. Unklar war zunächst, wie die Verteidigung reagieren würde. Im Vorfeld war erwartet worden, dass sie auf Unzurechnungsfähigkeit ihres Mandanten plädieren könnte.

Der heute 25-Jährige wird beschuldigt, in der Nacht zum 20. Juli 2012 bei der Premiere des neuen "Batman"-Films in einem Kino in Aurora nahe Denver wahllos um sich gefeuert zu haben. Bei dem Blutbad wurden zwölf Menschen getötet und 70 weitere verletzt. Holmes wurde wegen zwölffachen Mordes und vielfachen versuchten Mordes angeklagt. Außerdem muss er sich wegen des Besitzes von Sprengstoff und Brandbeschleuniger verantworten, mit denen er seine Wohnung präpariert hatte.

Der Fall hatte ganz Amerika erschüttert. Bereits vor der Anhörung hatte die Staatsanwaltschaft einen Vergleich mit Holmes abgelehnt. Dieser wollte sich nach Angaben seiner Anwälte für schuldig bekennen - falls die Staatsanwaltschaft im Gegenzug auf die Todesstrafe verzichtet.