Musikfestivals:Musikfestivals "Hurricane" und "Southside" wegen Unwettern unterbrochen

Lesezeit: 2 min

Hurricane Festival

Eine Gewitterfront zieht über das Festivalgelände in Scheeßel - einige Pavillions haben den Sturm nicht überstanden.

(Foto: dpa)

Weil Gewitter in Niedersachsen und Baden-Württemberg aufziehen, stoppen die Veranstalter das Programm. Die Besucher sollen Schutz in ihren Autos suchen.

Das "Hurricane"-Festival im niedersächsischen Scheeßel ist am Freitagnachmittag vorlaufig gestoppt worden. "Wir unterbrechen für zwei Stunden den Veranstaltungsbetrieb aufgrund eines schweren Unwetters", teilten die Veranstalter mit.

Aufgrund des starken Regens musste bereits am Donnerstagabend ein Partyzelt geschlossen werden, weil sich ein großer See gebildet hatte und das Wasser in den Innenraum lief. Die Veranstalter verlegten die dort geplanten Auftritte auf eine andere Bühne. Unterdessen liefen viele Campingzelte der Besucher mit Wasser voll.

Die Unterbrechung bedeute keine Absage des Festivals, heißt es von den Veranstaltern. Sie riefen zu Rücksichtnahme auf. Auf der Internetseite des Hurricane werden aktuelle Sicherheitshinweise und Verhaltensregeln mitgeteilt. Dort steht derzeit unter anderem: "Bitte verlasst das Veranstaltungsgelände zu euren Fahrzeugen und nehmt andere Besucher in euren Fahrzeugen auf. Bleibt ruhig und achtet auf eure Mitmenschen." Auch über das Festivalradio erhalten die Besucher Informationen. Nach einer zweistündigen Pause ging es mit einer Sondergenehmigung der Gemeinde mit den Konzerten weiter.

Die 20. Ausgabe des Musikfestes hatte am Nachmittag begonnen, viele Besucher reisten bereits am Donnerstag an. Das Festival ist ausverkauft. Auf dem Gelände werden etwa 75 000 Zuschauer erwartet. Sollte das Festival unterbrochen werden, gibt es einen Notfallplan. Wie der NDR berichtet, hält etwa die Gemeinde Scheeßel Notunterkünfte für 80 000 Menschen bereit.

Auch bei Southside Unterbrechung

Traditionell findet parallel zum Hurricane das "Southside Festival" in baden-württembergischen Neuhausen ob Eck statt. Die Polizei hält auch dort Unwetter für möglich. Für den Notfall gibt es einen Evakuierungsplan für den ehemaligen Militärflugplatz.

Bis zum Abend feierten Tausende Musikfans bei Sommerwetter und Temperaturen um 30 Grad. Als das Gewitter gegen 20 Uhr aufzieht, reagiert der Veranstalter und lässt das Gelände evakuieren. Auf Twitter und Facebook schreibt er: "Wir unterbrechen kurz wg. Unwetter! Geht in eure Fahrzeuge." Später wird die Konzertpause bis um Mitternacht verlängert.

Besucher ohne Fahrzeug könnten zu den Bushaltestellen kommen, um in Shuttlebusse zu steigen. "Bleibt ruhig und achtet auf Eure Mitmenschen. Bitte befolgt die Anweisungen des Sicherheitspersonals." Dem Wetterkanal kachelmannwetter.de zufolge ist es auch zu Blitzentladungen auf dem Festivalgelände gekommen.

Das Festivalgelände könne zügig geräumt werden, sagte ein Polizeisprecher im Vorfeld der Veranstaltung. Umliegende Sport- und Festhallen stünden bereit. Die Organisatoren hatten die Festivalbesucher wegen der Unwettergefahr dazu aufgerufen, ihre Autoschlüssel immer bei sich zu tragen, um sich notfalls im Auto vor Blitzen schützen zu können.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB