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Moskau: Putin spricht über seine Töchter

Wladimir Putin sagt, er sei "stolz" auf seine beiden Töchter.

(Foto: AFP)

Russlands Präsident hat in seiner jährlichen Pressekonferenz indirekt zugegeben, der Vater von Katerina Tichonowa zu sein. Die 29-Jährige leitet ein Stiftungs-Projekt mit einem Budget von 1,7 Milliarden Dollar.

Er antworte nicht auf Fragen, die seine Familie betreffen, sagt der russische Präsident Wladimir Putin auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Moskau. Um dann doch indirekt die Berichte zu bestätigen, die seit bald einem Jahr in unabhängigen russischen Zeitungen erschienen sind. Demnach soll seine 29 Jahre alte Tochter unter dem Namen Katerina Tichonowa ein Milliarden-Dollar-Projekt an Russlands wichtigster Universität leiten.

"Ich bin stolz auf sie", sagte Putin über seine Töchter Maria und Katerina. "Sie sprechen nicht nur drei Fremdsprachen, sie gebrauchen diese Sprachen auch in ihrer Arbeit". Beide lebten in Russland, hätten "nie einen ständigen Wohnsitz im Ausland" und ausschließlich an russischen Universitäten studiert. Die russische Opposition kritisiert seit Langem, dass Politiker, Abgeordnete und Chefs großer Staatsunternehmen zwar Kritik am Westen üben, ihre Familien aber im Ausland leben und ihre Kinder dort zur Schule gehen.

Sie betrieben weder eigene Geschäfte, noch engagierten sie sich in der Politik und mischten sich auch nirgends ein. "Sie machen gerade die ersten Schritte in ihrer Karriere und haben dabei gute Erfolge."

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Er werde aber nicht darüber sprechen, wo konkret seine Töchter arbeiten, sagte Putin: "Ich habe das nie getan und werde das nicht tun, aus unterschiedlichen Gründen, unter anderem aus Gründen der Sicherheit." Überhaupt sei er "der Meinung, dass jeder Mensch das Recht auf sein eigenes Schicksal hat".

Gleichzeitig lobte Putin das Milliarden-Projekt zur Erweiterung der Lomonossow-Universität, das von Katerina Tichonowa geleitet wird. "Ganz unabhängig vom Nachnamen: Das ist eine Initiative des Rektors, eine gute Initiative."

Die 29-Jährige ist Direktorin zweier Stiftungen, die mit einem Budget von 1,7 Milliarden Dollar ein Projekt namens Innopraktika betreiben. Im Verwaltungsrat sitzt auch der stellvertretende Vorsitzende der Gazprombank, Andrej Akimow.

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Er war es, der das öffentliche Interesse an Tichonowa erst vor wenigen Wochen erneut geweckt hatte. Der Nachrichtenagentur Reuters sagte er: "Ich weiß, dass sie Putins Tochter ist." Später dementierte er das Zitat.