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Moskau:Mehrere Tote bei U-Bahn-Unglück

Erst bremste der Zug, dann sprangen mehrere Wagen aus den Gleisen: Bei einem Unfall in der Moskauer Metro sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 100 verletzt worden.

  • Bei einem U-Bahn-Unfall in der Moskauer Metro sind 19 Personen getötet und etwa 120 verletzt worden.
  • Ersten Ermittlungen zufolge waren ein Stromausfall und ein falsches Alarmsignal die Ursache.
  • Moskauer U-Bahn gilt als technisch veraltet.

Verletzte bei U-Bahn-Unfall

Bei einem Unfall mitten im morgendlichen Berufsverkehr sind in der Moskauer Metro (Arbatsko-Pokrowskaja-Linie) mindestens 19 Passagiere ums Leben gekommen. Etwa 120 Fahrgäste wurden den Behörden zufolge verletzt. Zwei Männer wurden mit schweren Verletzungen an der Wirbelsäule per Hubschrauber in eine Klinik geflogen, wie die Agentur Interfax meldete. Viele Passagiere erlitten Prellungen und Blutergüsse.

Einige Fahrgäste waren in einem Waggon eingeklemmt, bis zum Mittag seien sie jedoch befreit worden, so ein Sprecher der Moskauer Verkehrsbetriebe. Mehr als 200 Menschen mussten aus dem Tunnel in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Stationen waren gesperrt.

Stromausfall und falsches Alarmsignal

Das Zivilschutzministerium bestätigte in einer Erklärung, dass sich der Unfall um 8:30 Uhr Ortszeit ereignet habe. Der voll besetzte Zug habe heftig bremsen müssen, dabei seien in einem Tunnel drei Wagen entgleist. Ersten Ermittlungen zufolge sollen ein Stromausfall und ein falsches Alarmsignal der Grund für den Unfall gewesen sein. "Es gab eine starke Bremsung. Dann ging das Licht aus, und es gab viel Rauch", berichtete ein Fahrgast im TV-Sender Rossiya-24.

Bürgermeister Sergej Sobjanin eilte an die Unfallstelle und sagte den Opfern unbürokratische Hilfe zu. Zudem ordnete er den Einsatz von mehr als 65 Bussen als Ersatzverkehr an.

Technisch revonierungsbedürftige U-Bahn

Die U-Bahn gilt mit täglich neun Millionen Passagieren als wichtigstes Verkehrssystem der mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern größten Stadt Europas. Die 1935 eröffnete U-Bahn der russischen Hauptstadt gilt allerdings technisch als renovierungsbedürftig.

© dpa/AFP/olkl/sebi
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