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Moskau:Betrunkener rast mit Tempo 200 in Bushaltestelle - sieben Tote

Ein Mann verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug, wird aus einer Kurve geschleudert und kracht in eine Bushaltestelle. Sieben Menschen sterben, darunter fünf Waisenkinder.

30.000 Menschen sterben jedes Jahr auf russischen Straßen - was einerseits dem schlechten Zustand der Infrastruktur geschuldet ist und andererseits der teils verantwortungslosen Fahrweise. Bei prominenten Unfallverursachern ermittelt die Polizei zudem nicht immer mit dem größten Nachdruck. Ein besonders schwerer Unfall hat sich am Wochenende in der Hauptstadt ereignet: Mit 200 Kilometern pro Stunde ist ein betrunkener Mann in Moskau in eine Menschengruppe gerast. Sieben Menschen starben, drei weitere wurden verletzt.

Der etwa 30-Jährige verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, flog aus einer Kurve und raste in die Wartenden an einer Bushaltestelle. Getötet wurden fünf Waisenkinder, ihre Lehrerin und deren Mann.

Der Fahrer wurde verhaftet, nach Polizeiangaben war er sichtlich betrunken. Einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge hatte der Fahrer zuvor zwei Tage lang Alkohol getrunken.

Er war bereits 2010 wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden, ebenfalls vor zwei Jahren wurde ihm der Führerschein wegen Tempo-Delikten für zwei Jahre entzogen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu neun Jahre Haft.

Die Moskauer Polizei nahm nach eigenen Angaben am Wochenende binnen 24 Stunden mehr als 130 Menschen wegen Alkohols am Steuer fest.

© Süddeutsche.de/dapd/leja/olkl
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