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Moskau:Berühmtes Neujungfrauenkloster in Flammen

Firefighters work to extinguish a fire at the bell tower of Novodevichy monastery in Moscow

Flammen schlagen aus dem Glockenturm des Neujungfrauenklosters in Moskau.

(Foto: REUTERS)
  • Im Neujungfrauenkloster - Nowodewitschi-Kloster - in Moskau ist ein Feuer ausgebrochen. Nach einem Großeinsatz hat die Feuerwehr den Brand mittlerweile gelöscht.
  • An dem in Brand geratenen Glockenturm finden aktuell Restaurierungsarbeiten statt.
  • Das Kloster aus dem 16. Jahrhundert liegt im Zentrum Moskaus und gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Flammen aus dem Glockenturm

In einem Kloster aus dem 16. Jahrhundert in Moskau ist am Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben des russischen Katastrophenschutzministeriums schlugen aus einem Glockenturm des Klosters Flammen. Der Behörde zufolge waren mehr als 110 Feuerwehrleute im Einsatz, um den Brand im Nowodewitschi-Kloster, das auch als Neujungfrauenkloster bekannt ist, zu löschen. Das Feuer konnte demnach rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Ersten Erkenntnissen zufolge war das Feuer im oberen Teil des Glockenturms ausgebrochen. Dort waren Restaurierungsarbeiten im Gang. Nach Einschätzung von Experten gebe es Hoffnung, dass die Schäden geringer seien als befürchtet, sagte Vize-Kulturminister Grigori Pirumow. Es sehe so aus, als ob vor allem Baugerüste gebrannt hätten. Die Feuerwehrmänner hätten auch mehrere Gasflaschen entfernt.

Seit 2004 Unesco-Weltkulturerbe

Der im 16. Jahrhundert gegründete Komplex mit den weißen Mauern war 2004 in die Unesco-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen worden. Über die Grenzen Russlands bekannt ist der gleichnamige Nowodewitschi-Friedhof an der Südmauer des Klosters, auf dem die Gräber von Prominenten wie dem früheren Präsidenten Boris Jelzin oder dem Schriftsteller Anton Tschechow liegen.

In Russland kommt es wegen Sicherheitsmängeln immer wieder zu solchen Unfällen. Erst Ende Januar waren beim Großbrand einer Bibliothek der russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau viele wertvolle Dokumente beschädigt oder zerstört worden. Vor wenigen Tagen starben beim Brand eines Einkaufszentrums in Kasan mindestens 17 Menschen.

© Süddeutsche.de/dpa/sks/dgr
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