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Mordserie in Missouri:Polizei geht von Familiendrama aus

Massenmord Tyrone Missouri

Einer der Tatorte in Tyrone, Missouri.

(Foto: AP)
  • Die Polizei im US-Staat Missouri untersucht den gewaltsamen Tod von acht Menschen. Die Leichen seien an mehreren Orten in der Stadt Tyrone gefunden worden.
  • Der mutmaßliche Täter soll sich in einem Auto selbst das Leben genommen haben. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Mann erschießt sieben Menschen

Die Kleinstadt Tyrone im US-Bundesstaat Missouri steht unter Schock: An verschiedenen Orten der ländlichen Gemeinde wurden insgesamt acht Leichen gefunden. Die Polizei teilte mit, dass sieben Opfer erschossen worden seien. Unter den Toten sei auch der mutmaßliche Schütze, der sich offenbar das Leben genommen habe. Eine ältere Frau, die ebenfalls leblos aufgefunden wurde und zunächst als neuntes Opfer der Mordserie bezeichnet wurde, könnte den Angaben zufolge eines natürlichen Todes gestorben sein.

Polizei geht von Familiendrama aus

Die Untersuchung der Tat dauert an, das genaue Motiv sei noch nicht bekannt. Vieles deute aber auf ein Familiendrama hin. Ersten Erkenntnissen der Behörden zufolge erschoss ein 36-jähriger Bewohner von Tyrone sieben Menschen in vier verschiedenen Häusern. Vier Opfer seien Cousins des mutmaßlichen Täters gewesen.

Bei der tot aufgefundenen Seniorin soll es sich um die 74-jährige Mutter des Schützen handeln. "Sie scheint eines natürlichen Todes gestorben zu sein", sagte ein Polizeisprecher. Die Leiche werde aber noch gerichtsmedizinisch untersucht. Der Verdächtige wurde mitten auf einer Schnellstraße tot in einem Auto gefunden. Die Schusswunden deuteten darauf hin, dass sich der Mann selbst tötete.

Der Notruf war den Angaben zufolge am späten Donnerstagabend (Ortszeit) bei der Polizei eingegangen. Eine Mädchen, das zu Nachbarn geflohen war, meldete Schüsse in ihrem Haus. Dort fanden die alarmierten Beamten zwei Leichen und stießen später bei ihren Ermittlungen auf die weiteren Tatorte. Tyrone hat 2000 Einwohner und liegt gut 200 Kilometer südwestlich der Großstadt St. Louis.

© Süddeutsche.de/AFP/mike/mest/anri
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