Monsun in Indien Bus mit Hochzeitsgästen stürzt in Schlucht

In Indien ist ein Bus mit etwa 60 Fahrgästen von Wasserfluten in eine Schlucht gerissen worden. Dutzende Menschen sind vermutlich tot. Der Bus war auf dem Weg zu einer Hochzeitsfeier.

  • Bei einem schweren Busunglück in Indien sind vermutlich Dutzende Menschen gestorben.
  • Der mit etwa 60 Personen besetzte Bus stürzte aufgrund von Überschwemmungen in eine Schlucht. Die Fahrgäste waren auf dem Weg zu einer Hochzeit.
  • Nach Behördenangaben sind es die schwersten Überschwemmungen im Kaschmirtal seit mehreren Jahrzehnten.

Mit Hochzeitsgästen besetzter Bus stürzt in Schlucht

Ein Bus war nach indischen Presseberichten mit etwa 60 Gästen auf dem Weg zu einer Hochzeitsfeier, als er im indischen Himalaya durch Flutwasser von der Fahrbahn in einen Fluss gerissen wurde. Unter den Passagieren war demnach auch das Brautpaar. Vermutlich sind dabei Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben wurden nur sechs Insassen lebend geborgen.

"Es gibt wenig Chancen, dass Menschen überlebt haben könnten", sagte der Polizeichef des Distrikts Rajouri, Pradip Singh Goria, mehrere Stunden nach dem Unfall. Es seien zunächst keine Leichen geborgen worden.

Rettungskräfte suchten mit Unterstützung aus der Luft nach Opfern und möglichen weiteren Überlebenden des Busunglücks. Anhaltender Regen und starke Strömungen behinderten die Suche südlich der Regionalhauptstadt Srinagar in der indischen Kaschmir-Region.

Monsun in Indien und Pakistan

In vielen Teilen Jammus und Kaschmirs sind die Flüsse wegen Starkregens über die Ufer getreten. Im Kaschmirtal waren nach tagelangen Regenfällen hunderte Dörfer teilweise überschwemmt. Zehntausende Anwohner mehrerer großer Flüsse wurden aufgefordert, sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. Mehrere Straßen und Schulen waren geschlossen. Nach Behördenangaben sind es die schwersten Überschwemmungen in der Region seit mehreren Jahrzehnten.

Im indischen Teil Kaschmirs starben wegen des Monsuns mindestens 16 weitere Menschen, im pakistanischen Teil der Kaschmirregion wurden mehr als 30 Todesopfer gezählt.