Mordfall WeimarWas, wenn es doch nicht die Mutter war?

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Monika Böttcher umgeben von Fotografen im Gerichtssaal in Gießen, zu Beginn des Wiederaufnahmeprozesses 1996.
Monika Böttcher umgeben von Fotografen im Gerichtssaal in Gießen, zu Beginn des Wiederaufnahmeprozesses 1996. Arne Dedert/picture-alliance / dpa

Monika Böttcher saß wegen Mordes an ihren zwei Töchtern 15 Jahre im Gefängnis, stets beteuerte sie ihre Unschuld. Nun will ihr Anwalt die Sache erneut vor Gericht bringen. Er hat einen Verdacht – gegen den Onkel der Mädchen, Böttchers Schwager.

Von Benedikt Warmbrunn

Bevor die Schwestern Melanie und Karola Weimar ein letztes Mal zu Bett gingen, schauten sie mit ihrem Vater einen Film. Danach, um kurz nach zehn an diesem Sonntagabend im August 1986, legten die fünf und sieben Jahre alten Mädchen ihre Haarspangen ab und gingen in ihr Kinderzimmer, wo sie noch mit dem Vater beteten. Eine halbe Stunde später legte sich auch er, Reinhard Weimar, in sein Bett.

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