Süddeutsche Zeitung

Kunst:Anschlag auf die Mona Lisa

Ein als Frau verkleideter Mann bewirft Leonardo da Vincis weltberühmtes Gemälde im Pariser Louvre mit einer Sahnetorte.

Auf das wohl berühmteste Gemälde der Welt ist erneut ein Anschlag verübt worden: Ein als Frau verkleideter Mann hatte sich im Pariser Kunstmuseum Louvre plötzlich aus seinem Rollstuhl erhoben und eine Sahnetorte auf das Bildnis der Mona Lisa geworfen. Da es in der Vergangenheit bereits mehrere Attacken auf das Gemälde Leonardo da Vincis gegeben hatte, befindet sich das Bild seit einigen Jahren hinter Schutzglas - es wurde nicht beschädigt.

Der 24-jährige Angreifer rief auf Französisch, man solle an die Zukunft der Erde denken. Er wurde vom Sicherheitspersonal aus dem Saal geführt und in die Psychiatrie gebracht. Das Museum erstattete Anzeige gegen ihn.

Das 77 mal 53 Zentimeter große Renaissance-Gemälde, das im Original La Gioconda ('die Heitere') heißt und offensichtlich die Florentinerin Lisa del Giocondo darstellt, ist das berühmteste Exponat des Louvre. Es entstand Anfang des 16. Jahrhunderts und war zuletzt im Jahr 2009 von einer Besucherin mit einer Teetasse beworfen worden, welche allerdings ebenfalls am Schutzglas zerschellte. Zuvor war Leonardos Bild unter anderem mit Säure und einem Stein beschädigt worden. Im Jahr 1911 hatte ein Italiener die Mona Lisa (eigentlich "Monna" als Kurzform für "Madonna", Frau) zurück in das Herkunftsland bringen wollen. Er wurde aber gefasst, als er das Bild einem Antiquitätenhändler in Florenz verkaufen wollte.

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