Süddeutsche Zeitung

Ägyptischer Milliardär:Unternehmer Mohamed Al-Fayed ist tot

Ihm gehörten das Londoner Kaufhaus Harrods, das Ritz-Hotel in Paris und der FC Fulham. Nach dem Tod seines Sohnes an der Seite von Prinzessin Diana überwarf sich Al-Fayed mit dem britischen Königshaus. Nun ist er im Alter von 94 Jahren gestorben.

Der ehemalige Besitzer des Londoner Edelkaufhauses Harrods und des Fußballvereins Fulham FC, Mohamed Al-Fayed, ist tot. Der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär starb im Alter von 94 Jahren, wie der Londoner Fußballclub auf seiner Webseite mitteilte. Mohamed Al-Fayed sei bereits am Mittwoch friedlich gestorben, hieß es in einer von dem Fußballverein verbreiteten Mitteilung der Familie. "Er hatte einen langen und erfüllten Ruhestand im Kreise seiner Angehörigen."

In Deutschland war Al-Fayed auch durch die Verbindung seines ältesten Sohnes Dodi Al-Fayed mit Prinzessin Diana bekannt. Die beiden starben am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris. Zu Mohamed Al-Fayeds Imperium gehörte auch das Pariser Hotel Ritz, von dem Diana und Dodi zu ihrer letzten Fahrt aufbrachen.

Mohamed Al-Fayed hatte den Tod seines Sohnes nie verwunden. Er hatte von Anfang an immer wieder seine Überzeugung bekundet, sein Sohn und Diana seien unter der Beteiligung des britischen Geheimdienstes ermordet worden. Seiner Ansicht nach steckte unter anderem der damalige Prinzgemahl Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., hinter den vermeintlichen Plänen.

Mohamed Al-Fayed wurde in Ägypten geboren. Seit den 1960er Jahren war er aber vor allem in Großbritannien unternehmerisch tätig. Bei seinem Aufstieg in den 1960er-Jahren half ihm auch seine erste Ehefrau, Samira Khashoggi war die Schwester eines saudi-arabischen Waffenhändlers, für den Al-Fayed arbeitete. 1979 kaufte er zusammen mit seinem Bruder das Luxuhotel Ritz in Paris, 1985 folgte das Londoner Kaufhaus Harrods. 2010 verkaufte er das Harrods an den katarischen Staatsfonds für eine Summe von 1,5 Milliarden Pfund (etwa 1,7 Milliarden Euro).

Den FC Fulham hatte Al-Fayed 1997 gekauft. Der Verein stieg 2001 in die Premier League auf. 2013 verkaufte Al-Fayed den Club an den pakistanischen Unternehmer Shahid Khan. Der Fußballverein würdigte seinen ehemaligen Besitzer auf seiner Webseite: "Jeder, der mit Fulham verbunden ist, schuldet Mohamed Dankbarkeit für das, was er für unseren Verein getan hat. Unsere Gedanken sind jetzt in dieser düsteren Zeit bei seiner Familie und seinen Freunden." Al-Fayed hinterlässt seine Frau Heini Wathen und ihre vier Kinder. Sein Sohn Dodi stammte aus seiner ersten Ehe mit Samira Khashoggi.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.6186029
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ/dpa/zaa/infu/kast
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.