USA:Drei Tote durch Schüsse an Michigan State University

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USA: An der Michigan State University wurden drei Menschen getötet.

An der Michigan State University wurden drei Menschen getötet.

(Foto: Al Goldis/dpa)

Mehrere Menschen schweben nach der Attacke noch in Lebensgefahr. Auch der mutmaßliche Schütze ist nach Angaben der Polizei mittlerweile tot.

Bei Schüssen an einer Universität im US-Bundesstaat Michigan sind am Montag (Ortszeit) mindestens drei Menschen gestorben. Fünf Menschen seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, einige seien lebensgefährlich verletzt, ihr Zustand sei kritisch, teilte die Polizei auf einer Pressekonferenz mit.

Der mutmaßliche Täter sei mit einer "selbst zugefügten Schusswunde" außerhalb des Universitätscampus tot aufgefunden worden, hieß es weiter. Es handle sich um einen 43-jährigen Mann, der nach ersten Erkenntnissen nicht in Verbindung mit der Universität stehe. Die Polizei geht davon aus, dass er allein handelte. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe damit nicht mehr. Die Beamten untersuchen nun, was das Motiv für die Schüsse gewesen sein könnte.

Die ersten Notrufe seien am Montagabend um 20.18 Uhr bei der Polizei eingegangen, hieß es. Ein Schütze habe in einem Saal der Universität Michigan in der Stadt East Lansing - etwa 125 Kilometer nordwestlich von Detroit - das Feuer eröffnet und zwei Menschen erschossen. Ein weiterer Toter sei etwa 400 Meter entfernt in den Räumen der Studentenvereinigung gefunden worden. Beide Gebäude seien öffentlich zugänglich gewesen.

Der Verdächtige sei als maskierter Mann beschrieben worden, der ein Gewehr getragen habe, sagte der stellvertretende Polizeichef der Universität. Zunächst war der Schütze auf der Flucht gewesen. "Weglaufen, verstecken, kämpfen", hieß es in einer ersten Warnmitteilung der Universität an Studierende und Angestellte.

Die Michigan State University wird laut der offiziellen Webseite von mehr als 50 000 Studierenden besucht. Der Campus erstreckt sich demnach über mehr als 21 Quadratkilometer.

In den USA jährt sich am Dienstag ein weiteres Massaker in einer Bildungseinrichtung. Am 14. Februar 2018 hatte ein damals 19-Jähriger an einer Schule in Parkland (Bundesstaat Florida) mit einem legal erworbenen halbautomatischen Gewehr 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen und weitere Menschen verletzt.

Überlebende Schüler hatten nach der Tat Protestaktionen gegen Waffengewalt und für striktere Waffengesetze in den USA gestartet, die zu einer landesweiten Bewegung wurden. Weiterhin sind Schusswaffen in den USA aber leicht erhältlich, und immer wieder kommt es zu Amokläufen an Schulen und Universitäten.

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Unser Autor lebt in Los Angeles. Das Attentat in Monterey Park ist nicht das erste, das er aus nicht allzu großer Entfernung miterleben muss.

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