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Promis der Woche:Ein Ring, kein Tattoo, aber eine Schreibmaschine

Promis der Woche
Prinz Louis, Laura Müller, Michael Wendler, Tom Hanks

Prinz Louis feierte diese Woche seinen zweiten Geburtstag, Michael Wendler und Laura Müller ihre Verlobung und Tom Hanks die Freundschaft.

(Foto: The Duchess of Cambridge/Kensington Palace via Getty Images, Rolf Vennenbernd/dpa, Jordan Strauss/Invision/AP)

Die Queen und ihr Urenkel Louis feiern Geburtstag, der Wendler und seine Freundin Verlobung und Tom Hanks hat einen neuen Brieffreund.

Von Anna Ernst

Ein Ring für ein Comeback

Michael Wendler und Laura Müller

Michael Wendler hat seiner Freundin Laura Müller einen Heiratsantrag gemacht.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Michael Wendler, seines Zeichens exzentrischer Schlagersänger mit derzeit mittelmäßigem musikalischen Erfolg, will nach seiner ersten gescheiterten Ehe nun die Frau heiraten, die ihm das große Comeback in den deutschen Klatschsparten beschert hat: Laura Müller, 19, Ex-Schülerin mit Spürsinn für die große RTL-Karriere, hat endlich den ersehnten Antrag von ihrem 28 Jahre älteren Freund bekommen. Wie die beiden seit etwa einem Jahr gegenüber sämtlichen deutschen Boulevardzeitungen und Fernsehsendungen kundtun, ist es für sie die ganz große Liebe.

Die Mutter des "Wendlers", wie der Sänger sich selbst bezeichnet, sieht das etwas anders. Sie habe durch die sozialen Medien von der Verlobung erfahren - und sie urteilt harsch über die Beziehung ihres Sohnes mit seinem jungen Fan. Zu RTL sagte sie: "Ich denke mal, weil Michas Auftritte ja alle wegfallen und Laura verdient das Geld für ihn mit - er ist ja auch abhängig von ihr -, da hat er gedacht: Jetzt werde ich die mal fragen!"

Prinz Louis ist zwei Jahre alt

Auch im Hause Windsor wurden Regenbogen gemalt. Schließlich müssen auch Prinz Louis - hier mit der entsprechenden Fingerfarbe an den Händen - und seine Geschwister George und Charlotte zu Hause bleiben.

(Foto: Herzogin Kate/dpa)

Geburtstagspartys ohne Ehren

Viel Fingerfarbe statt Salutschüsse, so feiert das britische Königshaus inmitten der Corona-Krise seine Geburtstage. Gleich zwei standen in dieser Woche an: Queen Elizabeth II. wurde am Dienstag 94 Jahre alt, ihr Urenkel Prinz Louis, Sohn von Prinz William und Herzogin Kate, am Donnerstag zwei Jahre. Für die Queen, die als Corona-"Risikopatientin" London verlassen und sich auf Schloss Windsor zurückgezogen hat, ist es ein Geburtstag mit Verzicht: Sie ist von der Familie getrennt. Salutschüsse zu ihren Ehren hat sie ausfallen lassen. Die Militärparade "Trooping the Colour", die jährlich im Juni ihren Geburtstag nachfeiert, ist ebenfalls abgesagt.

Spendengala Ein Herz für Kinder

Sophia Thomalla drückte diese Woche ihren Unmut darüber aus, dass Tätowierstudios weiterhin geschlossen bleiben müssen.

(Foto: Jens Büttner/picture alliance/dpa)

Ein möglichst unbeschwertes Kinderleben hingegen versucht die royale Familie dem kleinen Prinz Louis in der Pandemie zu ermöglichen. Am Mittwoch, dem Abend vor seinem zweiten Geburtstag, veröffentlichte das Königshaus neue Bilder, auf denen die Nummer fünf der Thronfolge fröhlich mit Fingerfarbe schmiert. Eines der Bilder zeigt einen Handabdruck in Regenbogenfarben: Ein Symbol, dass in Großbritannien für die Unterstützung für das medizinische Personal in der Corona-Krise steht. Aus dem Clarence House, der Residenz seines Großvaters Charles, gibt es öffentliche Geburtstagswünsche auf Twitter: Ein Schwarzweißbild zeigt, was in der Pandemie offiziell unmöglich ist: eine innige Umarmung mit dem Opa.

Coronavirus - Papst Franziskus

An seinem Namenstag spendete Papst Franziskus Beatmungsgeräte und weitere Hilfsmittel für Rumänien, Spanien und Italien.

(Foto: Evandro Inetti/dpa)

Auf der Couch ist es irre unhygienisch

Unter der Corona-Krise leidet auch das 30-jährige Model Sophia Thomalla - vor allem beim Thema Körperschmuck. Das bekennende CDU-Mitglied hat sich vor knapp einem Monat noch öffentlich über die Corona-Ansprache der Kanzlerin gefreut. Einige Wochen Pandemie-Alltag später aber stichelt Thomalla jetzt offen gegen ihren Parteikollegen Jens Spahn, weil Friseurläden wieder öffnen dürfen, Tätowierstudios aber geschlossen bleiben. "Ehrlich gesagt, habe ich keinen Bock, mir meine nächsten Tätowierungen auf meiner Wohnzimmercouch verpassen zu lassen, was übrigens irre unhygienisch ist, weil die renommiertesten Tätowierer dieses Landes keinen Laden mehr haben", schreibt sie auf Instagram.

Tom Hanks mit seiner Frau Rita Wilson.

(Foto: VALERIE MACON/AFP)

Tatsächlich soll der Gesundheitsminister ihr persönlich geantwortet haben, erzählte Thomalla der Bild-Zeitung. Demnach seien die Friseure jetzt schon geöffnet, weil der Wunsch nach einem Haarschnitt aktuell größer sei als der nach einem Piercing.

Beatmungsmasken zum Namenstag

Der bürgerliche Name von Papst Franziskus lautet Jorge Mario Bergoglio. Sein Vorname ist die spanische Form des Namens Georg. Deshalb feiert Franziskus - fromm und katholisch - seinen Namenstag am 23. April, dem Todestag des heiligen Georg. Dieser Märtyrer soll nicht nur den Legenden nach als Drachentöter unterwegs gewesen sein, sondern wird in der katholischen Kirche auch als einer der 14 Nothelfer verehrt: etwa bei Fieber, Pest und anderem. Vermutlich wäre er somit auch der richtige Heilige für Hilfegesuche zum Thema Coronavirus. Ganz irdisch versucht der Papst selbst am Georgstag zu helfen: Um seinen Namenstag zu feiern, spendet er Beatmungsgeräte und weitere Hilfsmittel für Rumänien, Spanien und Italien. "Dies ist eine Umarmung des Papstes in einer für die ganze Welt schwierigen Situation", erklärt der Almosenbeauftragte des Papstes.

Du hast Post

Ein achtjähriger Junge aus Australien hat einen neuen Brieffreund in den USA gefunden. Und zwar: Tom Hanks. Corona De Vries, so heißt der junge Australier, hatte einen Brief an den Schauspieler geschrieben, nachdem dieser und seine Frau Rita Wilson während eines Besuchs in Australien leicht an Covid-19 erkrankt waren. "Ich habe in den Nachrichten davon gehört, dass Sie und Ihre Frau sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Sind Sie okay?", zitiert die BBC aus dem Brief des Jungen. Im weiteren Verlauf des Schreibens erzählt er, dass er wegen seines Namens von anderen Kindern Coronavirus genannt und gehänselt wird.

Die Antwort des Hollywood-Schauspielers ließ nicht lange auf sich warten. "Lieber Freund Corona", beginnt der Brief. "Danke, dass Du so ein guter Freund bist - denn Freude helfen Freunden, wenn diese sich mal nicht gut fühlen." Neben aufmunternden Worten schickte der US-Amerikaner De Vries auch eine Schreibmaschine der Marke Corona. Er bat den Jungen darum, ihm mit einem auf der Schreibmaschine geschriebenen Brief zu antworten. Zuvor hatte Hanks ein Foto der Schreibmaschine bei Instagram gepostet und geschrieben, dass sie ihn mit nach Australien begleitet habe. Nun sei sie dorthin zurückgekehrt - zu einem Achtjährigen mit dem gleichen Namen.

© SZ/aner
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