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Michael Jackson: Streit um Sorgerecht:Wo die Kinder bleiben ...

Prekärer Deal: Großmutter Katherine Jackson soll der Mutter der Kinder des "King of Pop" vier Millionen Dollar gezahlt haben - als Gegenleistung soll Debbie Rowe auf das alleinige Sorgerecht verzichten.

Knapp drei Wochen nach dem Tod des "King of Pop" geht der schmutzige Streit um das Sorgerecht für die Kinder des Stars weiter: Nun soll Großmutter Katherine der leiblichen Mutter der beiden älteren Kinder, Debbie Rowe, sogar Geld geboten haben - satte vier Millionen Dollar. Im Gegenzug solle Debbie Rowe auf das alleinige Sorgerecht für Paris und Prince Michael I verzichten, berichtete die New York Post . "Es ist ein letzter Zahltag", zitierte die Zeitung einen Freund der Jackson-Familie.

Nach dem Tod von Michael Jackson waren dessen Kinder Paris und Prince Michael I. zu ihrer Großmutter Katherine gekommen.

(Foto: Foto: AP)

Die Familie habe das Angebot an Debbie Rowe als Lösegeldzahlung empfunden, die aber ein notwendiges Übel darstelle, berichtete die Zeitung. Mit der Regelung soll nach Ansicht der Jacksons das Sorgerecht für Prince Michael (12) und Paris (11) endgültig geklärt sein. Sollte der 79-jährigen Katherine Jackson etwas zustoßen, dürfte Rowe den neuen Vormund nicht in Frage stellen, sagte der Informant. Michael Jackson hatte seine Mutter in seinem letzten Willen als Vormund seiner Kinder eingesetzt. Als Ersatz hatte er Sängerin Diana Ross benannt. Debbie Rowe wird in dem Testament nicht bedacht.

Allerdings scheint das Tauziehen um die Kinder noch nicht beendet: Ob tatsächlich Geld geflossen oder fließen wird, dazu gibt es nur widersprüchliche Angaben. Am Abend meldete der US-Sender CNN, der Bericht der New York Post um die angebliche Geldzahlung sei "falsch", sagte Debbie Rowes Anwalt dem Sender. Es gebe keine Vereinbarung zwischen seiner Mandantin und Katherine Jackson. Der Anwalt der Jackson-Familie teilte mit, beide Seiten verhandelten miteinander, um das Problem "privat und freundschaftlich" zu lösen. Die Familie und Debbie Rowe stünden kurz vor einer Einigung.

Familie hat keinen Zugriff auf das Erbe

Auch das Erbe des King of Pop bleibt der Jackson-Familie noch verwehrt. Sie hat keinen direkten Zugriff. Ein Richter wies einen neuerlichen Antrag von Katherine Jackson ab, sie in Entscheidungen zum Vermögen ihres Sohnes einzubeziehen, wie die Internetseite RadarOnline unter Berufung auf Gerichtsakten berichtete. Damit bleiben den Angaben zufolge Anwalt John Branca und Musikmanager John McClain - wie in Jacksons Testament verfügt - die alleinigen Nachlassverwalter. Laut dem Bericht hatten die beiden Treuhänder vehement gegen eine Einbeziehung von Katherine Jackson protestiert. Dies würde es unmöglich machen, dringende Entscheidungen zur Erbmasse zu treffen, hieß es. Mit dem Nachlass werde sich das Gericht in Los Angeles erneut am 3. August in einer Anhörung beschäftigen.

Knapp drei Wochen nach dem Tod von Pop-Ikone Michael Jackson sollen die Untersuchungsergebnisse der Blut- und Gewebeproben bald veröffentlicht werden. "Wir werden warten, bis alle Ergebnisse vorliegen und sie dann veröffentlichen", sagte Gerichtsmediziner Ed Winter dem US-Sender KTLA. Die noch ausstehenden Ergebnisse würden Ende dieser Woche oder Anfang der kommenden Woche erwartet, erklärte Winter.

"Michael wollte keine 50 Konzerte"

Indes erheben Vertraute des Popstars Vorwürfe gegen den Konzertveranstalter der Comeback-Tour: Vater Joe Jackson kritisierte die Anzahl der ursprünglich für die kommenden Monate geplanten Konzerte seines Sohnes scharf. Michael habe eigentlich nur zehn Konzerte geben wollen, sagte Joe Jackson dem US-Sender ABC News. Angesichts der letztlich 50 geplanten Shows habe er sich Sorgen um die Gesundheit seines Sohnes gemacht. "Michael hatte zehn Konzerten zugestimmt. Doch dann fügten sie all die anderen hinzu", sagte der 79-jährige umstrittene Patriarch des Jackson-Clans dem US-Sender.

Auch der Finanzberater des vor knapp drei Wochen verstorbenen Popstars, Leonard Rowe, kritisierte die Planungen. "Michael Jackson war nicht bereit. Er war nicht fit", sagte Rowe ABC News. Der Sänger habe ihm mehrmals gesagt, er wolle nur zehn Konzerte geben. Rowe wies darauf hin, dass Jackson vor seinem Tod höchstens noch 52 Kilo gewogen habe. Der Chef des Konzertveranstalters AEG Live, Randy Phillips, wies die Kritik zurück. Es sei Jacksons eigene Idee gewesen, die Anzahl der Konzerte auf 50 zu erhöhen.