NorwegenMette-Marit im Interview: Epstein hat mich manipuliert

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„Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war“, sagt Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit über Jeffrey Epstein (Archivfoto).
„Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war“, sagt Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit über Jeffrey Epstein (Archivfoto). Ketil Martinsen/Gonzales Photo/IMAGO

Die Kronprinzessin beantwortet im norwegischen Fernsehen Fragen zu ihrer Freundschaft mit dem Sexualstraftäter. „Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen“, sagt sie mit zitternder Stimme.

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Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat in einem Fernsehinterview Fragen zu ihrer Freundschaft mit Jeffrey Epstein beantwortet. Den Tränen nahe und mit zitternder Stimme sagt sie dem Sender NRK über den mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter: „Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen.“ Sie habe sich von Epstein „manipulieren und täuschen“ lassen.

Bislang hatte sich Mette-Marit noch nicht ausführlich zu ihrem engen Kontakt mit Epstein geäußert, der durch die Veröffentlichungen in dem Fall ans Licht gekommen war. Der Name der Frau von Norwegens Kronprinz Haakon taucht Hunderte Male in den Epstein-Akten auf.

Epstein-Akten
:„Einfach nur peinlich“

In den neuen Epstein-Akten taucht der Name von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit Hunderte Male auf. Sie hatte über Jahre engen Mail-Kontakt mit dem Sexualstraftäter. Die Enthüllungen könnten kaum zu einem schlechteren Zeitpunkt für sie kommen.

SZ PlusVon Alex Rühle

Mette-Marit und Epstein sollen über Jahre Kontakt gehabt und sich über viele private Dinge ausgetauscht haben. Die veröffentlichten E-Mails in den Jahren zwischen 2011 und 2014 klingen häufig sehr vertraut. Die Korrespondenz fand statt, nachdem der US-Amerikaner bereits 2008 zum ersten Mal wegen der Vermittlung von Prostitution sowie der Beschaffung von Minderjährigen für die Prostitution zu 13 Monaten Haft verurteilt worden war.

„Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war“, sagte sie NRK. Anderes legen allerdings die veröffentlichten E-Mails nahe. Mette-Marit schickte Epstein am 23. Oktober 2011 eine E-Mail, in der sie schrieb: „Ich habe Sie nach der letzten E-Mail gegoogelt. Ich stimme Ihnen zu, dass es keinen guten Eindruck macht :)“

Dass sie sich bislang noch nicht ausführlich äußerte, nehmen ihr viele Landsleute übel. Der Hof begründete ihr Schweigen mit der Gesundheit der Kronprinzessin: Mette-Marit leidet an einer chronischen Lungenkrankheit. Auch der Prozess wegen Vergewaltigung gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby, 29, dürfte die Kronprinzessin belastet haben. Die Verhandlungen sind am Donnerstag zu Ende gegangen, das Urteil steht noch aus.

„Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der sich in einer sehr schwierigen Situation befunden hat“, sagte Mette-Marit NRK. „Außerdem ist mein Gesundheitszustand so, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Und dieser Zustand hat sich noch etwas verschlechtert.“

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Prozess gegen Marius Borg Høiby
:„Er wusste, was er tat“

Der Staatsanwalt fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft für Marius Borg Høiby, den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit. Unter anderem wegen Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung. Der 29-Jährige sei anscheinend überzeugt, „dass die gesellschaftlichen Normen und Regeln nicht für ihn gelten“.

SZ PlusVon Alex Rühle

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