Süddeutsche Zeitung

OP-Erfolg in Großbritannien:Zwillingsschwestern an Köpfen getrennt

Bei einer Serie von riskanten Operationen haben Ärzte in London siamesische Zwillinge aus dem Sudan erfolgreich getrennt. Die Geschwister waren an den Köpfen verwachsen - ein äußerst seltener Fall.

Die Operationen waren äußerst riskant und ungewöhnlich, der Ausgang glücklich: In London haben Ärzte siamesische Zwillinge getrennt, deren Köpfe zusammengewachsen waren. Die Operation verlief in vier Stufen, wurde im Mai begonnen und bereits am 15. August abgeschlossen, wie Facing the World mitteilte.

Die Wohltätigkeitsorganisation hat geholfen, die komplizierten Eingriffe zu finanzieren, bei der die elf Monate alte Rital Gabura von ihrer Schwester Ritag getrennt wurden.

Am Kopf zusammengewachsene Zwillinge sind selten, sie kommen unter 2,5 Millionen Geburten nur etwa einmal vor. Nur eines von zehn Millionen Geschwisterpaaren hat laut Facing the World eine Überlebenschance bis ins Kindesalter.

Auch eine der Schwestern im Babyalter hatte vor der Operation bereits mit Herzproblemen zu kämpfen, ihr Zustand hat sich nun aber offenbar deutlich verbessert.

Die Trennung von siamesischen Zwillingen ist äußerst kompliziert, die Operationen werden als große medizinische Erfolge gefeiert. Erst am 6. September haben chinesische Ärzte ein Zwillingspaar getrennt. Dabei wurden zwei Mädchen in Shanghai operiert, die an Leber und Herzbeutel zusammengewachsen waren.

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dapd/AFP/grc
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