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Nordrhein-Westfalen:SEK überwältigt mutmaßlichen Schützen

Bonn: Polizeieinsatz nach Schüssen in Meckenheim

Ein Polizist untersucht nach der Schießerei in Meckenheim einen beschädigten Streifenwagen.

(Foto: Fabian Strauch/dpa)

Zeugen melden in Meckenheim bei Bonn einen Mann, der mit einer Pistole um sich schießt. Die Polizei überwältigt den wohl alkoholisierten Mann, er stirbt am Tatort. Laut Ermittlern war er Sportschütze.

Dramatische Szenen in Meckenheim bei Bonn: Nach einem Schusswechsel hat die Polizei am Sonntagabend einen Tatverdächtigen überwältigt. Der Mann starb noch vor Ort, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Zugriff sei durch Spezialkräfte erfolgt.

Der gestorbene 44-Jährige war nach Angaben der Ermittler Sportschütze. Er habe eine Waffenbesitzkarte besessen, erklärte die Staatsanwaltschaft Bonn am Montag. Bei einer Durchsuchung seien bei ihm Messer, Macheten, eine Axt, eine große Menge Munition sowie mehrere Lang- und Kurzwaffen gefunden worden. Nur ein Teil des Waffenarsenals sei allerdings auch auf der Waffenbesitzkarte verzeichnet gewesen. Bei der Tat selbst habe er zwei Kurzwaffen und Munition bei sich getragen.

Der Mann war am späten Sonntagabend durch die Stadt Meckenheim nahe Bonn gezogen und hatte auf offener Straße um sich geschossen. Dabei wurde auch ein Polizist schwer verletzt. Nach einem Zugriff von Spezialkräften starb der Verdächtige noch vor Ort. Die Polizei hatte über Stunden ein Großaufgebot auf die Straßen geschickt.

Todesursache war nach Erkenntnissen der Ermittler ein aufgesetzter Schuss am Kopf. Die Ermittler gingen davon aus, dass er sich diesen im Laufe des Geschehens selbst zugefügt und sich damit getötet hatte. Die Leiche habe noch zwei weitere Schusswunden aufgewiesen. Beide seien aber nicht als todesursächlich eingestuft worden. Das Motiv des Mannes sei nach aktuellem Sachstand im Privaten zu suchen, erklärte die Staatsanwaltschaft. "Es haben sich bislang keine Hinweise auf einen beispielsweise politisch motivierten, religiösen oder anderen Hintergrund ergeben."

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, nur sehr zurückhaltend über Suizide oder Suizidversuche zu berichten. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Selbsttötungen. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

© SZ/dpa/mkoh/afis
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