Massaker Staatsanwaltschaft fordert Todesstrafe für Schützen von Charleston

Neun Menschen hat Dylann Roof in einer Kirche erschossen - aus Rassenhass. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll er dafür sterben.

Die Staatsanwaltschaft von South Carolina fordert für den mutmaßlichen Mörder von neun Schwarzen in einer Kirche in Charleston die Todesstrafe. Das geht aus einem Antrag hervor, den die Anklage am Donnerstag bei Gericht einreichte.

Die Staatsanwaltschaft begründete den Schritt damit, dass der 21-jährige Dylann Roof nach der Tat am 17. Juni keinerlei Reue gezeigt habe. Außerdem rechtfertige die Tatsache, dass mehr als zwei Menschen ums Leben kamen, bereits die Todesstrafe, hieß es in dem Antrag.

Der 21-Jährige Weiße soll bei einer Bibelstunde neun schwarze Kirchgänger erschossen haben. Während der Tat soll er gerufen haben: "Ich muss es tun, Ihr vergewaltigt unsere Frauen und ergreift die Macht in unserem Land - und ihr müsst weg."

Roof wird Mord in neun Fällen zur Last gelegt. Außerdem wird ihm die Verübung eines Verbrechens aus Hass sowie die Behinderung der Religionsausübung vorgeworfen. Auch diese Taten rechtfertigen in den USA die Todesstrafe - allerdings nicht nach der Rechtsprechung des Bundesstaates South Carolina. Deshalb griff die Staatsanwaltschaft bei diesen Vorwürfen auf US-Bundesgesetze zurück, wie die Washington Post berichtet.

Bei dem Prozess wollen die Ankläger unter anderem Beweise zum psychischen Zustand Roofs sowie zu seinen Vorstrafen vorlegen. Im Oktober soll Roof vor Gericht erscheinen.

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