RechtsextremismusRussland war nur kurz hinter der deutschen Grenze

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Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich.
Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich. Sebastian Willnow/dpa

Marla Svenja Liebich entzog sich einer Haftstrafe und behauptete, nach Russland geflohen zu sein. Nun wurde die rechtsextreme Person gefasst - direkt hinter der deutsch-tschechischen Grenze. Wie es jetzt weitergeht.

Von Marcel Laskus

Es war eine Behauptung, die selbst für den an Provokationen nicht armen Werdegang von Marla Svenja Liebich nach einem besonders eigentümlichen Vorhaben klang. Am 29. August 2025 hätte Liebich in der JVA Chemnitz erscheinen müssen. Vorausgegangen war eine Verurteilung wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu 18 Monaten Haft. Doch Liebich, 55 Jahre alt, in Sachsen-Anhalt bekannt als Neonazi, kreuzte im Gefängnis nicht auf. Über Social-Media-Accounts, die Liebich zugeordnet werden können, wurde rasch verbreitet, Liebich habe hunderte Kilometer entfernt Unterschlupf gefunden und sich nach Russland abgesetzt. Beim Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt war man schon länger überzeugt davon, dass das eher nicht der Wahrheit entsprechen könne.

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