USA:Marilyn Manson stellt sich der Polizei

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Es gehört zum Standardrepertoire von Marilyn Manson, auf und neben der Bühne zu provozieren. Deshalb bezeichnet sein Anwalt die Vorwürfe als "lächerlich".

(Foto: Danny Moloshok/Reuters)

Der Rockmusiker soll auf eine Fernsehkamera gespuckt haben, seit Mai lag ein Haftbefehl vor. Nun meldete er sich freiwillig. Und es stehen weitere Vorwürfe im Raum.

US-Rockmusiker Marilyn Manson hat sich nach Vorwürfen von Körperverletzung bei einem Auftritt im Jahr 2019 den Behörden gestellt. Die Polizei in Gilford im US-Bundesstaat New Hampshire hatte im Mai bekanntgegeben, dass ein Haftbefehl gegen den 52-Jährigen vorliege. Manson sei nun vorige Woche in Los Angeles vorstellig geworden, teilte der Polizei-Chef von Gilford, Bean Burpee, am Donnerstag (Ortszeit) der Zeitung USA Today und anderen US-Medien mit. Gegen Kaution kam der Musiker frei. Der Fall soll im August in New Hampshire vor Gericht gehen.

Der Haftbefehl geht auf einen Vorfall mit einer Kamerafrau bei einem Konzertauftritt des Rockers im August 2019 in Gilford zurück. Nach US-Medienberichten soll der Rocker bei dem Konzert eine Filmkamera bespuckt haben. Die Website TMZ.com veröffentlichte damals ein kurzes Video von einem Spuckvorfall. Drei Konzertgänger schilderten der Zeitschrift People, dass eine Kamerafrau mehrfach bespuckt worden sei. Mansons Anwalt Howard King bezeichnete die Vorwürfe im Mai als "lächerlich". Es sei bekannt, dass Manson auf der Bühne gerne provoziere, "besonders vor der Kamera".

Mehrere Frauen haben in den vergangenen Monaten Vorwürfe oder Klagen gegen Manson wegen sexueller oder physischer Gewalt vorgebracht. So warf unter anderem Schauspielerin Evan Rachel Wood ihrem Ex-Freund im Februar in einem Instagram-Beitrag jahrelangen "grauenhaften" Missbrauch vor. Die Polizei in Los Angeles leitete daraufhin eine Untersuchung zu Vorwürfen häuslicher Gewalt ein. Der Sänger hatte damals die Vorwürfe umgehend zurückgewiesen. Seine Kunst und sein Leben seien schon lange "Magnete für Kontroversen", aber die Behauptungen über ihn seien "schreckliche Verfälschungen der Realität", schrieb der Musiker im Februar auf Instagram.

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