Gebäudeeinsturz auf Mallorca:Lokal hatte keine Betriebslizenz für Terrasse

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Das eingestürzte Gebäude des Medusa Beach Clubs in Palma de Mallorca. (Foto: REUTERS)

Die Nutzung des ersten Stockwerks im Medusa Beach Club war offenbar illegal. Eine zu große Belastung der Terrasse führte nach Behördenangaben zum Einsturz.

Die Besitzer des am Ballermann auf Mallorca eingestürzten Restaurants hatten nach Angaben der Behörden keine Betriebslizenz für die Balkonterrasse. Palmas Bürgermeister Jaime Martínez teilte mit, dass die Nutzung des ersten Stockwerks des Medusa Beach Clubs laut vorläufigen Ermittlungsergebnissen illegal gewesen sei. Bei dem Unglück auf der spanischen Urlaubsinsel waren vier Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Deutsche.

Das Rathaus wolle der Polizei und der Staatsanwaltschaft die Erkenntnisse zukommen lassen und bei einem möglichen Gerichtsprozess als Nebenkläger auftreten, sagte Martínez. „Gesetze sind da, um befolgt zu werden. Man darf keine illegalen Bauarbeiten machen oder Veranstaltungen ohne Genehmigung.“

Die ersten Ermittlungen hätten ergeben, dass eine zu große Belastung der illegal gebauten und als nicht begehbar eingestuften Terrasse zum Einsturz geführt habe, sagte der Bürgermeister. Zum Unfallzeitpunkt sollen sich 21 Person im ersten Stock aufgehalten haben. Zwölf Gäste trugen nach Erkenntnissen der Behörden vor dem Unglück Tische zur Terrasse und stellten sie zusammen. Das habe wohl zum Zusammenbruch beigetragen.

Gegen das Lokal habe man bereits lange vor dem Einsturz wegen Umbauarbeiten, die trotz eines Ablehnungsbescheides vorgenommen worden seien, ein Verfahren eröffnet. Zur Schuldfrage sagte der Bürgermeister, für die Stadt sei es unmöglich, alle 5000 Restaurants und Lokale zu kontrollieren. Er kündigte an, dass es im Sommer an der Playa strenge Kontrollen geben werde. Das Rathaus verfüge dafür über zehn Inspekteure.

Unter den 14 Verletzten, die nach dem Unglück in Krankenhäuser gebracht worden waren, darunter mehrheitlich Niederländer, seien auch drei Deutsche gewesen, sagte Martínez: „Stand jetzt befindet sich noch eine Person im Krankenhaus. Allerdings schon auf der normalen Station.“

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