SZ-Kolumne "Bester Dinge":Eimerweise Lebenshilfe

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(Foto: Youtube/Screenshot: SZ)

Ob der Song "Dicht im Flieger" zum Sommerhit wird? Gut möglich, der Sänger heißt schließlich Julian Sommer. Vielen Dank für die wertvollen Ratschläge im Text - und für die spanische Gastfreundschaft.

Von Martin Zips

An dieser Stelle einmal ein ganz herzliches Dankeschön an Spanien! Es ist wirklich großartig, wie freundlich man sich gerade dort um manche Deutsche kümmert - etwa auf den Baleareninseln. Meist sind es ja Verzweifelte, die hier ihre Ängste und Nöte durch die Einnahme verschiedener Substanzen aus Plastikeimern zu überwinden suchen. Die Insulaner gestatten es, mit erstaunlicher Geduld. Es stört sie auch nicht, wenn sich ihre Gäste in eine Art Rausch versetzen, der sie feurig werden lässt.

Nun meldet die Deutsche Presse-Agentur, ein rheinland-pfälzischer Vertriebsmanager namens Julian Sommer, 25, sei zum neuen König von Mallorca aufgestiegen. Sein Lied "Dicht im Flieger" erklimme dieser Tage die Top Ten auch am Ballermann, weshalb sich der Terminus "Sommerhit" anböte.

Tatsächlich sind Sommers Liedzeilen ("Sangria, Wodka, Wein - wir knall'n uns alles rein") gespickt mit wertvollen Ratschlägen. Von ihnen gehen Impulse aus, wie sie in den vergangenen Jahren bereits bei seinen Vorgängern Ikke Hüftgold ("Unten kommt die Gurke rein") und Mickie Krause ("Wir fahr'n in'n Puff nach Barcelona") herausgelesen werden konnten. Dennoch sollte wirklich jedem klar sein: Dieses Suchen nach Sinn, dieser mit einer immensen Lärmentwicklung einhergehende, explosive Exzess menschlicher Selbstfindung wäre nicht denkbar ohne die spanische Gastfreundschaft. Man nimmt uns an. Selbst dann noch, wenn wir wie Herr Sommer singen: "Der Chef ruft wieder an, die Alte stresst daheim. / Ist mir scheißegal, ich will besoffen sein." Danke!

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