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Malaysia Airlines:Suche nach MH370 wird vorerst eingestellt

Squadron leader Brett McKenzie marks the name of another search aircraft on the windshield of a Royal New Zealand Air Force P-3K2 Orion aircraft searching for missing Malaysian Airlines flight MH370 over the southern Indian Ocean

Eine Maschine der Royal New Zealand Air Force bei der Suche

(Foto: REUTERS)
  • Die Suche nach dem Wrack der verschwundenen Maschine der Malaysia Airlines soll vorerst eingestellt werden.
  • Das aktuell festgelegte Suchgebiet wird noch zu Ende durchkämmt. Wegen schlechten Wetters kam es in den vergangenen Wochen zu Verzögerungen.
  • Die Angehörigen wollen neues Geld auftreiben, um an anderer Stelle weiterzusuchen.

Die Suche nach dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug mit der Flugnummer MH370 wird vorerst eingestellt, wenn das Wrack im derzeitigen Suchgebiet nicht gefunden wird. Das geht aus einem Brief hervor, den die an der Suche beteiligten Länder Malaysia, Australien und China am Freitag an die Angehörigen der 239 Insassen schickten.

Ohne Beweise wird nicht weitergesucht

Die BBC zitiert aus dem Schreiben: Die Minister stimmten überein, dass die Suche nach dem Flugzeug vorerst ausgesetzt würde, sollte das Wrack nicht im aktuellen Suchgebiet von 120 000 Quadratkilometern gefunden werden oder sollten keine neuen, belastbaren Beweise auftauchen. Das aktuelle Suchgebiet werde aber noch zu Ende durchkämmt. Wegen schlechten Wetters hatte sich die Suche dort in den vergangenen Wochen verzögert.

Die Angehörigen hatten gefordert, die Suche nicht völlig einzustellen. Sie wollen versuchen, neues Geld aufzutreiben, um womöglich an anderer Stelle weitersuchen zu lassen. MH370 war am 8. März 2014 von der Route Kuala Lumpur-Peking abgewichen. Die Maschine dürfte aus bislang ungeklärten Gründen nach stundenlangem Weiterflug Richtung Süden im Indischen Ozean abgestürzt sein.

Im Gleitflug ins Meer gesteuert?

Erst vor Kurzem hatten Experten eine neue Vermutung geäußert: Die Maschine stürzte womöglich nicht wie zuletzt angenommen steil in den Indischen Ozean, sondern wurde im flachen Gleitflug ins Meer gesteuert. Dadurch wäre das westlich von Australien vermutete mögliche Absturzgebiet gut vier Mal so groß wie bisher angenommen.

© SZ.de/AP/tamo

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