Naturkatastrophe:Tropensturm hinterlässt in Malawi viele Tote und hunderte Verletzte

Der Tropensturm "Freddy" hat im südostafrikanischen Malawi starke Regenfälle, Fluten und Erdrutsche verursacht. (Foto: Thoko Chikondi/AP)

Zyklon "Freddy" fegt innerhalb weniger Wochen zwei Mal über den Südosten Afrikas. Er zerstört Häuser und Straßen, mindestens 20 000 Menschen werden obdachlos. Auch in Mosamik und auf Madagaskar sterben Menschen.

Ein langanhaltender Tropensturm hat im Südosten Afrikas eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens 190 Menschen kamen in Malawi ums Leben, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Landes mit. Auch das benachbarte Mosambik und der Inselstaat Madagaskar sind betroffen. Der Zyklon Freddy hatte Malawi erstmals Ende Februar erreicht, zog dann weiter nach Mosambik und kam anschließend zurück über den Indischen Ozean und erreichte vergangenen Freitag erneut Mosambik und Malawi.

In Malawi sind nach offiziellen Angaben knapp 800 Menschen aufgrund starker Regenfälle, Fluten und Erdrutsche verletzt worden. 37 weitere Menschen sind vermisst, mindestens 20 000 sind laut der Katastrophenschutzbehörde obdachlos geworden. Am Montagabend hatte der staatliche Fernsehsender MBC noch von 99 Todesopfern berichtet. Präsident Lazarus Chakwera hatte daraufhin den Katastrophenfall für die am stärksten betroffene Region, den Süden Malawis, ausgerufen.

In Mosambik sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit dem Wochenende mindestens acht Menschen gestorben. Auch im Inselstaat Madagaskar gab es Tote. Insgesamt sind in den drei Ländern offiziellen Angaben zufolge in den vergangenen knapp vier Wochen 225 Menschen gestorben.

Der seit mehr als einem Monat wütende Sturm dürfte nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) der langanhaltendste Zyklon seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein. Freddy wurde am 6. Februar zum Zyklon erklärt. Der Süden Afrikas befindet sich derzeit in der Zyklon-Saison, die bis März oder April Regen und schwere Stürme mit sich bringen kann.

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