MagdeburgSyrisches Kind angefahren: Staatsschutz ermittelt

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht (Symbolbild).
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht (Symbolbild). Jens Büttner/dpa

Ein Autofahrer beleidigt ausländische Familien auf einem Parkplatz in Magdeburg. Dann fährt er davon und touchiert ein dreijähriges Kind. Die Polizei schließt versuchten Totschlag nicht aus.

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Ein 61 Jahre alter Autofahrer hat nach einer Diskussion auf einem Magdeburger Parkplatz ein dreijähriges Kind aus Syrien leicht angefahren – nun ermittelt der für politische Taten zuständige polizeiliche Staatsschutz. Versuchter Totschlag könne nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeisprecher. Dem Vorfall sollen nach Zeugenaussagen rassistische Beleidigungen vorausgegangen sein. Das Kind erlitt den Angaben zufolge leichte Abschürfungen. Der Tatverdächtige ist nach dpa-Informationen bereits häufiger durch rechtsextreme Zwischenfälle aufgefallen.

Der Vorfall ereignete sich am späten Montagabend im Norden der Landeshauptstadt, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer soll dem Polizeibericht zufolge mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Parkplatz gefahren sein. Danach soll es zunächst zu einem Wortgefecht zwischen dem Mann und mehreren ausländischen Familien mit Kindern auf dem Platz gekommen sein.

Einige Personen hatten den Mann offenbar auf sein augenscheinlich zu schnelles Tempo hingewiesen und um eine gemäßigtere Fahrweise gebeten. Laut Polizei sei daraufhin ein Wortgefecht entbrannt, in welchem der Mann die Personen fremdenfeindlich beleidigt habe. Unmittelbar danach sei er losgefahren und habe das plötzlich auf einem Laufroller auftauchende dreijährige Kind mit seinem Auto touchiert.

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