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Mafia-Prozess in Düsseldorf:Der Kronzeuge

Großer Mafia-Prozess in Düsseldorf beginnt

Dezember 2018: Polizisten stehen in einem Eiscafé in Duisburg. Ermittler in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien gehen mit einer großangelegten Razzia gegen Mitglieder der italienischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta vor.

(Foto: Christoph Reichwein/dpa)

Giuseppe T. soll im Auftrag der kalabrischen 'Ndrangheta den weltweiten Kokainhandel nach Europa organisiert haben. Für den größten Mafia-Prozess der deutschen Geschichte hat der ehemalige "Principale" ausgepackt.

Von Oliver Meiler und Jana Stegemann, Düsseldorf/Rom

Giuseppe T. wächst in den Achtzigerjahren in einem kalabrischen Küstenort auf. Wie ein Balkon liegt das italienische Städtchen über dem Meer. Deutsche Touristen schwärmen im Netz von der "Olivenklippe" und den versteckten Grotten im Wasser. Schon als Jugendlicher begeht T. Raubüberfälle, mit 19 Jahren muss er in Haft. In den fünf Jahren im Gefängnis lernt T. viel über Drogenhandel. Und er schließt Freundschaften, die den Rest seines Lebens bestimmen werden. Denn mit T. sitzen auch Männer aus San Luca ein; die Kleinstadt gilt als Heimat der mächtigsten italienischen Mafia der Welt. Die 'Ndrangheta ist größer und einflussreicher als die sizilianische Cosa Nostra und die neapolitanische Camorra. Ihr Jahresumsatz wird auf etwa 55 Milliarden Euro geschätzt. Achtzig Prozent des Kokains, das in Europa konsumiert wird, wird von ihr gehandelt.

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