Angriffe auf IranWeltweiter Luftverkehr teilweise lahmgelegt

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Das Abflugterminal des internationalen Flughafens von Dubai ist am Sonntag menschenleer.
Das Abflugterminal des internationalen Flughafens von Dubai ist am Sonntag menschenleer. Altaf Qadri/AP/dpa
  • Militärschläge zwischen USA, Israel und Iran haben zu einer der schwersten Störungen des weltweiten Flugverkehrs seit Jahren geführt.
  • Wichtige Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi und Kuwait wurden geschlossen, mehrere Länder sperrten ihren Luftraum komplett.
  • Fluggesellschaften strichen Verbindungen bis mindestens Montag, hunderttausende Passagiere sitzen an falschen Orten fest.
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Wegen der Militärschläge in Nahost haben mehrere Staaten ihren Luftraum geschlossen, die großen Drehkreuze in Dubai und Doha werden nicht mehr angeflogen. Reisenden wird empfohlen, ihren Flug umzubuchen. Auch Kreuzfahrtschiffe sind betroffen.

Die Angriffe der USA und Israels auf Iran sowie iranische Vergeltungsschläge haben zu einer der schwersten Störungen des weltweiten Flugverkehrs seit Jahren geführt. Flughäfen, die wichtige Drehkreuze zwischen Ost und West sind, wurden geschlossen, Flüge umgeleitet. Tausende Reisende sitzen fest. Der Flughafen von Dubai, der mehr als 1000 Flüge pro Tag abwickelt, wurde bei einem iranischen Vergeltungsangriff in der Nacht beschädigt. Auch die internationalen Flughäfen von Abu Dhabi und Kuwait sind betroffen.

Außerdem schlossen zahlreiche ⁠Länder im Nahen Osten ihren Luftraum, darunter Iran, der Irak, Kuwait, Israel und Bahrain. Fluggesellschaften in Europa und im Nahen Osten strichen einen Großteil der Verbindungen, nach Angaben der Plattform Flightradar24 handelt sich um mehr als 3400 Flüge an sieben Flughäfen. Wie lange die Situation andauern wird, ist unklar.

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Am Berliner Flughafen BER gibt es derzeit weder Abflüge noch Ankünfte in und aus Ländern der Region. Das betreffe die Ziele Tel Aviv, Dubai, Dschidda und Doha, sagte ein BER-Sprecher. Die Fluggesellschaften hätten alle Verbindungen bis mindestens Montagvormittag abgesagt. Betroffene Passagiere sollten sich über die Webseiten ihrer Fluglinien informieren. Diese Empfehlung bekommen auch Passagiere, die von anderen deutschen Flughäfen in die Region reisen wollen.

Große Fluglinien wie Emirates und British Airways haben den gesamten Flugbetrieb von und nach Dubai bis mindestens Montagmittag ausgesetzt. Die Lufthansa hat angekündigt, bis einschließlich kommenden Mittwoch nicht nach Dubai und Abu Dhabi zu fliegen. Außerdem sind bis einschließlich kommenden Samstag alle Verbindungen der Lufthansa nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran gestrichen. Es wird empfohlen, Flüge kostenlos umzubuchen oder zu stornieren.

„Hunderttausende Menschen werden an ‌den falschen Orten der Welt festsitzen“

Die Flughafenbetreiber in Dubai forderten Passagiere im Emirat auf, nicht zu den Flughäfen zu kommen, sondern stattdessen ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren. „Passagiere und Fluggesellschaften können davon ausgehen, dass der Luftraum für eine ‌ganze Weile gesperrt bleiben wird“, sagte Eric Schouten, Leiter der Luftfahrtsicherheitsberatung Dyami.

Die Ausmaße der Drehkreuze in Dubai und Doha sei enorm, sagte der britische Luftfahrtanalyst John Strickland. „Hunderttausende Menschen werden an ‌den falschen Orten der Welt festsitzen, ohne Gewissheit, wann sie weiterreisen können“. Er wies darauf hin, dass große Fluggesellschaften vom Golf wie Emirates und Qatar Airways auch zu den größten Frachtfluggesellschaften der Welt gehören.

Auch der touristische Schiffsverkehr in der Golfregion gerät ins Stocken. Das Kreuzfahrtschiff MSC Euribia mit mehr als 6000 Passagieren liegt Berichten zufolge in Dubai fest, eine geplante Orient-Kreuzfahrt wurde abgesagt. Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 fest. „Die Sicherheit unserer Gäste und der Crew hat für uns jederzeit oberste Priorität“, hieß es auf der Website des Anbieters. Eine planmäßige Ausführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar.

© SZ/Reuters/dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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