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Levi Johnston will Tochter nach Waffe benennen:My Baby Baby Balla Balla

Seine Zeit als Beinahe-Schwiegersohn von Beinahe-Vizepräsidentin Sarah Palin hat Levi Johnston berühmt gemacht. Mit seiner neuen Freundin, einer Grundschullehrerin, gründet er gerade eine eigene Familie. Beim Namen für seine ungeborene Tochter scheint sich der werdende Vater nun jedoch Rat bei der Ex-Schwiegermutter in spe geholt zu haben.

Sunny Oglesby heißt die neue Frau an Levi Johnstons Seite. Die 20-Jährige wird den Beinahe-Schwiegersohn von US-Politikerin Sarah Palin in Kürze zum Zweifach-Papa machen. Und wenn man die Blondine so sieht und hört (zum Beispiel in einem Beitrag für das US-Fernsehformat Inside Edition), drängt sich der Eindruck auf, dass Sunny ein ihrem Namen entsprechendes, sonniges Gemüt hat.

Die Grundschullehrerin lobt die Vaterqualitäten ihres Verlobten, allen gegenteiligen Medienberichten zu Trotz. Und Sunny Oglesby verrät im amerikanischen Fernsehen stolz den Namen ihres noch ungeborenen Kindes: "Breeze Beretta" soll das Mädchen demnach heißen. "Breeze" bedeutet übersetzt soviel wie Brise oder Lüftchen - Beretta ist der Name eines italienischen Waffenherstellers.

Wer für diese zweifelhafte Namensschöpfung verantwortlich ist, dazu äußerte sich die werdende Mutter nicht. Es darf also spekuliert werden, dass Levi Johnston zumindest noch eines mit seiner verhassten Ex-Schwiegermutter in spe und Großmutter seines Sohnes Tripp gemeinsam hat: die Liebe zu Schusswaffen. Die Republikanerin Palin ist eine glühende Verfechterin des liberalen amerikanischen Waffenrechts und posiert im Wahlkampf gerne mit Pistolen und Gewehren.

Guter Vater, schlechter Vater

Johnston hatte nach der Trennung von Bristol Palin ein Enthüllungsbuch über seine Zeit als Beinahe-Schwiegersohn der Beinahe-Vizepräsidentin veröffentlicht - und beschwert sich öffentlich immer wieder über die Familie seiner Verflossenen.

Im Mai beklagte er, die Palins enthielten ihm seinen Sohn Tripp vor. Dieser Aussage folgte prompt ein entrüstetes Statement des Clans, in dem Sarah und Todd Palin Johnston der Lüge bezichtigten - und ihm indirekt unterstellten, er kümmere sich nicht genug um den heute Dreijährigen. "Wir ermutigen Levi und alle Väter ohne Sorgerecht, sich umfassend zu beteiligen und in positiver Art und Weise am Leben ihrer Kinder teilzuhaben", teilten die Politikerin und ihr Mann mit.

Ob es die kleine Breeze Beretta schafft, den Patchwork-Familienfrieden wiederherzustellen, erscheint fraglich. So äußerte sich Bristol Palin bereits kritisch über die erneute Vaterschaft ihres Ex. Dem Magazin In Touch sagte sie, Johnston möge sich doch lieber um das Kind kümmern, das er bereits habe. Außerdem fürchtet die 21-Jährige offenbar, Johnston könne sich in diesem Tempo weiter fortpflanzen: "Ich möchte nicht, dass er (Sohn Tripp) mit zehn Halbgeschwistern zur Schule geht. Das könnte ihm schaden."

Eine Aussage, die auf dem US-Blog jezebel.com prompt eine bissige Kommentierung fand: Bei einer Großmutter wie Sarah Palin müsse Tripp wohl nicht fürchten, wegen seiner zehn Halbgeschwister aufgezogen zu werden, heißt es dort.

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