Alle Lebensmittel, die in Deutschland bis zum 2. Mai produziert wurden, waren für die Tonne. Vier Monate nichts als Abfall. Zumindest nach Schätzungen der Naturschutzorganisation WWF, die deshalb den 2. Mai zum Tag der Lebensmittelverschwendung ausgerufen hat. Nach WWF-Berechnungen werden in Deutschland pro Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, genau so viel, wie im Jahr bis zu diesem Datum hergestellt werden. Der WWF rechnet hier auch Abfälle ein wie Schalen, Kerne oder Knochen. Lässt man diesen Teil weg, bleiben etwa zehn Millionen Tonnen Lebensmittel im Jahr, die der Mensch verwerten könnte. Es aber nicht tut. Die Ökotrophologin Silke Friedrich, 55, von der Fachhochschule Münster beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wieso der Mensch so viel Essbares in den Müll wirft.
Lebensmittelabfälle:"Viele Lebensmittel sind viel zu preiswert"
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Überfluss im Supermarkt: Unendlich viele Joghurts führt zu vielen Joghurts im Müll.
(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)Laut Schätzungen werfen die Deutschen 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weg und damit rein rechnerisch alles, was im Jahr bis zum 2. Mai hergestellt wird. Expertin Silke Friedrich erklärt, was sich alles ändern muss.
Interview von Thomas Hummel
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