Der Leichnam liegt nur wenige Meter vom Seeufer entfernt im Wasser, die Retter, die keine mehr sein können, schippern mit ihrem grauen Schlauchboot dicht an ihm vorbei. Für sie ist alles getan. Die Suche ist beendet. Sieben Tote, vier Menschen gerettet, Russland hat gerade mal wieder eine stille Tragödie erlebt, am Ural, in einem See bei Tscheljabinsk. In einem kurzen Film, der in russischen Medien gezeigt wurde, unterlegt mit trauriger Klaviermusik, ist der klare Sommerhimmel zu sehen, das trübe Wasser, und Helfer, die sich zu fragen scheinen: Warum?
Lebenserwartung:Wermutstropfen
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SZ-Grafik; Quelle: Rosstat
Die Russen werden immer älter, doch die Männer sterben weiter deutlich früher als die Frauen. Das hat natürlich auch mit Wodka zu tun. Der russische Landwirtschaftsminister rät deshalb: Einfach mehr Wein trinken.
Von Frank Nienhuysen
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