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Lawinenabgänge in der Schweiz:Acht Tote im Schnee

In den Schweizer Alpen sind mindestens acht Menschen von Lawinen in den Tod gerissen worden. Unter den Toten waren Tourenskigänger und ein zu Hilfe eilender Arzt.

Tourenskigeher bewegen sich am liebsten abseits der präparierten Skipisten - einerseits um der Masse der Wintersportler zu entgehen, andererseits um als Allererste durch frischen Schnee zu fahren. Diese Leidenschaft für Einsamkeit und Pulverschnee ist in der Schweiz am Wochenende einigen Skifahrern zum Verhängnis geworden. Weil in den Schweizer Alpen mehrere Lawinen abgingen, sind am Sonntag mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Eine erste Lawine löste sich am Morgen in den Berner Alpen und riss einen Skifahrer mit, wie Polizei und Rettungsdienste mitteilten.

In den Schweizer Alpen sind am Sonntag mindestens vier Skifahrer in Lawinen gestorben.

(Foto: Foto: APD)

Bei der Suche nach dem Verunglückten löste sich eine halbe Stunde später eine zweite Lawine und begrub einen Arzt und weitere Skifahrer unter sich. Daraufhin wurden acht Hubschrauber mit Ärzten, Rettungshelfern und Lawinensuchhunden an den Unglücksort geschickt. Die Lawinen gingen im Gebiet Chummli im Diemtigtal zu Tal.

Am Nachmittag konnten acht Menschen lebend geborgen werden, von denen einige jedoch in Lebensgefahr schwebten, wie die Polizei des Kantons Bern mitteilte. Zwei der Geborgenen, darunter der zuerst zu Hilfe geeilte Arzt von der Schweizer Rettungsflugwacht, starben im Krankenhaus. Einer der Tourenskifahrer wurde leblos im Schnee gefunden. Aus Sicherheitsgründen wurde die Suche am späten Nachmittag vorübergehend eingestellt. Es könnten sich jedoch weitere Verschüttete unter den Schneemassen befinden, teilte die Polizei mit.

Im Kanton Wallis wurden ein Bergführer und sein Kunde von einer Lawine verschüttet. Während sich der Bergführer retten konnte, wurde sein Kunde unter einer Schicht von 80 Zentimetern Schnee begraben und konnte nur noch tot geborgen werden.

Zudem wurde ein Spaziergänger von den enormen Schneemassen verschüttet, der nur noch tot gefunden wurde.

In Österreich verunglückten am Sonntag zwei deutsche Wintersportler. Eine 18-jährige Frau und ihr gleichaltriger Begleiter aus Baden-Württemberg wollten am Sonntag im Skigebiet Diedamskopf in Vorarlberg über eine Skiroute abfahren. Laut Polizei stürzten sie abseits der Piste 300 Meter tief ab. Nach einer dreieinhalbstündigen Suchaktion entdeckten die Rettungskräfte die Leichen am frühen Montagmorgen