Lateinamerika Drei Deutsche sterben bei Busunfällen

Mehr als zwei Dutzend Menschen sterben bei Busunglücken in Argentinien und Kolumbien - darunter auch drei deutsche Frauen. Der Vater eines Opfers liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

Zwei Frauen aus Augsburg sind in Argentinien bei der Kollision eines Lastwagens mit einem Reisebus ums Leben gekommen. Unter den 17 Todesopfern seien eine deutsche Mutter und ihre Tochter, bestätigte der Gesundheitsminister der Provinz Mendoza. Der Familienvater, der mit im Bus war, liege schwer verletzt im Krankenhaus.

Der Unfall nach einer Geisterfahrt des Lastwagens ereignete sich am Freitag im Westen des Landes, etwa 50 Kilometer entfernt von der Stadt Mendoza unweit der Grenze zu Chile. Die beiden Fahrzeuge fingen nach dem Frontalzusammenstoß Feuer. Unter den 17 Toten waren auch der Lkw-Fahrer und die beiden Busfahrer. 14 Menschen entkamen verletzt aus dem brennenden Bus.

Der leitende Gerichtsmediziner Mendozas erklärte dem Nachrichtenportal MDZ, die Identifizierung einiger Leichen könne erst am Mittwoch abgeschlossen werden. Der Lastwagen mit einer Knoblauchladung war nach Zeugenaussagen mit mehr als 100 Stundenkilometern auf der falschen Spur der Autobahn unterwegs. Die argentinischen Behörden gehen dem Verdacht nach, dass der Fahrer betrunken war.

19-Jährige stirbt bei Unfall in Kolumbien

Eine weitere Deutsche kam bei einem Busunfall in Kolumbien ums Leben. Die 19-Jährige fuhr am Sonntag in einem Reisebus von Neiva nach Bogotá, als der Fahrer nach Polizeiangaben bei großer Geschwindigkeit die Kontrolle über den Bus verlor. Die Deutsche erlag am Montag ihren Verletzungen im Krankenhaus von Fusagasugá, 75 Kilometer südwestlich von Bogotá.

Weitere sieben Passagiere waren bereits am Sonntag gestorben, 26 Menschen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft leitete gegen den Busfahrer ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung ein, wie der Rundfunksender RCN am Montag berichtete. Angaben zum Herkunftsort der Deutschen lagen zunächst nicht vor.