bedeckt München 15°

Kriminalität:US-Ermittler: Verdächtiger Rahami festgenommen

Kriminalität
Ein Polizist sucht mit seinem Spürhund nach Sprengstoff. Im nahen New Jersey wurde ein verdächtiges Paket mit mehreren Bomben entdeckt. Foto: Jason Szenes (Foto: dpa)

New York/Elizabeth (dpa) - Der Bombenanschlag in New York und mehrere selbst gebaute Sprengsätze im nahen New Jersey erschüttern die USA. Möglicherweise gehen alle Zwischenfälle vom Wochenende auf das Konto eines 28-jährigen US-Amerikaners afghanischer Herkunft.

Ahmad Khan Rahami wurde nach Angaben mehrerer US-Medien am Vormittag in Linden (New Jersey) nach einem Schusswechsel mit der Polizei festgenommen. Sein Zustand war zunächst nicht bekannt.

Linden liegt etwas vier Meilen entfernt von Elizabeth. Dort wurde am späten Sonntagabend in der Nähe des Bahnhofs eine Tasche gefunden, die fünf Bomben enthielt. Die Polizei entschärfte sie in der Nacht zum Montag mit Robotern. Dabei explodierte eine Bombe, verletzt wurde niemand.

Die Bombenanschläge in New York und New Jersey vom Wochenende haben nach Worten des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo möglicherweise doch eine Verbindung zum internationalen Terrorismus.

"Gestern hatten wir diese Informationen noch nicht. Heute sollten wir nicht überrascht sein, wenn die Ermittler zu diesem Ergebnis kommen", sagte Cuomo bei CNN.

Der Bürgermeister von Elizabeth, Chris Bollwage, bestätigte Berichte, wonach die Bomben in einem Rucksack gewesen seien, den zwei Männer in einem Mülleimer gefunden hätten. Der Verkehr eines Pendlerzuges, der auch im nahegelegenen New York hält, wurde zwischen Elizabeth und dem Flughafen Newark angehalten, wie der Betreiber NJ Transit twitterte.

Das FBI befragte zudem laut US-Medien im Zusammenhang mit der Explosion in New York vom Samstag fünf Personen. Diese sollen in einem Auto gesessen haben, das nahe der Verrazano-Narrows-Brücke zwischen den Stadtteilen Staten Island und Brooklyn gestoppt worden sei. Das FBI erklärte per Twitter, ein in Zusammenhang mit den Ermittlungen gesuchtes Fahrzeug sei bei einer Verkehrskontrolle angehalten worden. Es sei allerdings niemand eines Verbrechens beschuldigt worden. Bei der Explosion am Samstag im New Yorker Szeneviertel Chelsea waren 29 Menschen verletzt worden.

Bereits am Samstagmorgen war in Seaside Park in New Jersey eine von drei miteinander verbundenen Rohrbomben in einer Mülltonne detoniert. Sie galten vermutlich einem Rennen der Marineinfanterie mit mehr als 5000 Teilnehmern. Dank einer Verzögerung des Rennens wurde niemand verletzt.

Der Nachrichtensender CNN berichtete, die Ermittler hätten Ähnlichkeiten zwischen den Sprengsätzen in den beiden Nachbarstaaten entdeckt.

Zur SZ-Startseite