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Kriminalität - Stralsund:Unbekannte stellen Grabstein vor Merkels Wahlkreisbüro auf

Deutschland
Schriftzug "Polizei" auf der Motorhaube eines Funkstreifenwagens. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Stralsund (dpa/mv) - Unbekannte haben vor dem Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Stralsund einen nachgebildeten Grabstein aufgestellt. Er trug die Inschrift "Pressefreiheit Meinungsfreiheit Bewegungsfreiheit Versammlungsfreiheit Demokratie 1990-2020", wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Stein war von Rosen und Grabkerzen umgeben, ein Mundschutz war an ihm befestigt. Die Hinweistafel zum Wahlkreisbüro wurde mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt. Der Staatsschutz der Kripo Anklam ermittelt. Die Polizei bittet Zeugen, die das Geschehen zwischen Donnerstagabend 19.00 Uhr und Freitagmorgen 6.00 Uhr beobachtet haben, um Hinweise.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak verurteilte die Aktion als "primitiv und geschmacklos". "Wir können in unserem Land über alles diskutieren. Aber einen Grabstein vor ein Wahlkreisbüro zu stellen, ist unsäglich und respektlos. Wer mit solchen Mitteln seine Meinung ausdrücken möchte, disqualifiziert sich selbst", erklärte Ziemiak am Freitagabend in Berlin.

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