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Kriminalität:Schwager gesteht Tötung von vermisster Familie

In dem Wohnhaus der Familie in Orvault nahe Nantes haben die Ermittler zahlreiche Blutspuren gefunden.

(Foto: AFP)
  • Seit Mitte Februar fehlte von der vierköpfige Familie aus einem Vorort von Nantes jede Spur.
  • Der Schwager des Vaters hat jetzt gestanden, seine Verwandten getötet zu haben.
  • Als Motiv gab er Streitereien um die Aufteilung eines Erbes an.

Das mysteriöse Verschwinden einer vierköpfigen Familie aus einem Vorort der westfranzösischen Stadt Nantes hatte wochenlang die Polizei beschäftigt. Von den Eltern sowie dem 21-jährigen Sohn Sebastien und der 18-jährigen Tochter Charlotte fehlte jede Spur. Das Haus hatte den Ermittlern einen grauenhaften Anblick geboten: Durch das zweigeschossige Gebäude zogen sich zahlreiche Blutspuren.

Jetzt ist das Verbrechen offenbar aufgeklärt. Der Schwager des Familienvaters hat gestanden, die Familie getötet zu haben. Das verlautete am Montag aus Ermittlerkreisen. Demnach gab der Verwandte als Grund für die Tat einen Streit über die Aufteilung einer Erbschaft an.

Seit dem 16. Februar war die Familie aus dem Vorortstädtchen Orvault nicht mehr gesehen worden. Vor dem Haus standen die Autos der Eltern, das des Sohnes aber fehlte. Die Blutspuren im Haus wiesen die DNA von drei der vier Familienmitglieder auf. Medien berichteten über psychische Erkrankungen von Vater und Sohn. Die Polizei leitete schließlich Ermittlungen wegen Mord und Entführung ein.

Der Fall nahm eine Wende, als am Sonntag die Schwester und der Schwager des Familienvaters in Gewahrsam genommen wurden. Beide waren bereits zu Beginn der Ermittlungen vernommen worden. DNA-Spuren im Haus der Familie hatten nun zum Schwager geführt. Die Schwester des Vaters schweigt bislang zu dem Fall. Ob die Leichen der Familie bereits gefunden worden sind, ist noch nicht bekannt.

© SZ.de/AFP/lot/afis

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