Kriminalität - Magdeburg:Zieschang macht auf Hilfsangebote für Gewaltopfer aufmerksam

Kriminalität - Magdeburg: Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild
Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) hat anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen auf Präventions- und Hilfsangebote aufmerksam gemacht. "Nicht nur die Landespolizei arbeitet präventiv, um Straftaten zu verhindern, und berät Menschen, die Opfer von Gewalt geworden sind", sagte die Ministerin. "Auch zahlreiche Beratungsstellen und Organisationen engagieren sich eindrucksvoll - nicht selten sind sie rund um die Uhr erreichbar."

Zieschang betonte: "Es ist essenziell, dass betroffene Frauen diese Angebote kennen - und sich auch nicht scheuen, sie in Anspruch zu nehmen." Der Landespräventionsrat habe online einen Präventionsatlas mit einer Vielzahl von Hilfs- und Unterstützungsangeboten zusammengestellt. Unterstützung fänden auch Menschen aus dem direkten Umfeld von Gewaltopfern.

Den Angaben des Ministeriums zufolge zeigen alle Statistiken, dass Frauen deutlich häufiger von Gewalt - von Belästigungen über Bedrohungen und Mobbing bis zu Stalking und körperlicher Gewalt - betroffen sind als Männer. In Deutschland werde etwa jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer physischer oder sexualisierter Gewalt. Häufig erlebten sie Gewalt in engen sozialen Beziehungen.

In Sachsen-Anhalt seien im vergangenen Jahr rund 4560 Fälle von physischer oder sexualisierter Gewalt in der Partnerschaft erfasst worden. Dabei seien 3560 Frauen Opfer, das entspreche einem Anteil von 80 Prozent, so das Ministerium.

© dpa-infocom, dpa:221124-99-649379/2

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