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Kriminalität - Lüneburg:Patienten-Tötung: Ermittlungen gegen 21-Jährigen laufen

Deutschland
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild/Archivbild (Foto: dpa)

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Lüneburg (dpa/lni) - Das Ermittlungsverfahren gegen den 21-Jährigen, der Ende Februar zwei Patienten in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg getötet haben soll, ist noch nicht abgeschlossen. Der Haftbefehl ist in eine sogenannte Einstweilige Unterbringung übergegangen und der Mann aus der Untersuchungshaft in den Maßregelvollzug gebracht worden. "Nach dem, was der Gutachter vorgebracht hat, sehen wir dringende Gründe für die Annahme, dass er die Tat schuldunfähig oder vermindert schuldfähig begangen hat und dass eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht kommt", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Mittwoch.

Der Gutachter habe den mutmaßlichen Angreifer nach Aktenlage psychiatrisch begutachtet. Bisher schweigt der junge Mann aus Syrien zu dem Gewaltausbruch in der Klinik, wo er einen 54 Jahre alten Patienten durch Gewalteinwirkung auf den Hals getötet haben soll. Ein 56-Jähriger wurde so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus starb. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass er provoziert worden sei. "Die konkrete Motivation ist immer noch nicht feststellbar", sagte der Sprecher. Der 21-Jährige war zuvor freiwillig zur Unterbringung in die Klinik gegangen.

© dpa-infocom, dpa:210407-99-116449/2

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