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Kriminalität - Kiel:Kriminelle betrügen mehr ältere Schleswig-Holsteiner

Deutschland
Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archiv (Foto: dpa)

Kiel (dpa/lno) - Die Polizei registriert in Schleswig-Holstein mehr Fälle des sogenannten Enkeltricks und Betrugs durch falsche Polizisten. 2019 gab es nach vorläufigen Zahlen 42 vollendete Taten durch Anrufe falscher Polizisten, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamts am Donnerstag sagte. Das waren elf mehr als 2018. Die Schadenssumme belief sich auf 1,44 Millionen Euro (2018: 1,54 Millionen Euro). Es gab im vergangen Jahr 2476 Versuche, ältere Menschen auf diese Weise um Geld oder Wertsachen zu bringen (2018: 1971 Versuche). Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

In drei weiteren Fällen wurden Schleswig-Holsteiner im vergangenen Jahr Opfer durch falsche Polizisten an der Haustür oder bei einer Verkehrskontrolle. Die Schadenssumme lag bei zusammen 4700 Euro. In sechs Fällen waren die Täter nicht erfolgreich. 2018 waren in zehn Fällen Senioren Opfer solcher Fälle geworden. Die Schadenssumme betrug dabei gut 50 000 Euro. Zudem gab es 13 Betrugsversuche.

Zugenommen hat auch die Zahl der registrieren, erfolgreichen Enkeltrick-Anrufe. In 38 Fällen brauchten Täter ihre Opfer um insgesamt knapp 627 000 Euro. Laut den vorläufigen Zahlen hatten die Täter in 1215 Fällen keinen Erfolg. 2018 hatte die Polizei noch 22 Fälle mit einem Gesamtschaden in Höhe von gut 446 000 Euro erfasst sowie 554 Betrugsversuche.

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