Kriminalität - Kiel:Ex-Frau tot: Verteidiger fordert Freispruch

Kriminalität - Kiel: Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Kiel (dpa/lno) - Die Verteidigung hat im Kieler Prozess um den gewaltsamen Tod einer 42-Jährigen einen Freispruch für den angeklagten Ex-Mann gefordert. Das Urteil will die Kammer am 18. Januar verkünden, wie eine Sprecherin des Landgerichts am Freitag sagte. In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung des Angeklagten wegen Totschlags zu 13 Jahren gefordert.

Der 60-Jährige steht seit September wegen des gewaltsamen Todes seiner Ex-Frau vor Gericht. Tatmotiv ist laut Anklage, dass sich die Frau nach deutschem Recht scheiden ließ, was der Angeklagte nicht akzeptiert haben soll. Laut Anklage soll er die Mutter zweier gemeinsamer Kinder mit 54 Messerstichen am 1. Februar 2023 getötet haben - nach einem gemeinsamen Besuch einer Schule im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Die Leiche der 42-Jährigen wurde erst zehn Tage später von Spaziergängern gefunden. Der Angeklagte soll sie nach dem Mord im Wassergraben eines Feldweges bei Klein Bennebek (Kreis Schleswig-Flensburg) abgelegt haben. Sie wurde als vermisst gemeldet und von der Polizei gesucht, nachdem sie ihre Kinder zwar zur Schule gebracht hatte, aber danach nicht mehr nach Hause kam.

Der in Syrien geborene Deutsche hatte zu Prozessbeginn über seinen Anwalt die Tat bestritten. Er schwieg während der Ermittlungen. Auch die 42-Jährige wurde in Syrien geboren.

© dpa-infocom, dpa:240112-99-582808/2

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