bedeckt München 19°

Kriminalität in den USA:Streit um SMS endet tödlich

Bei einem Streit in einem US-Kino hat ein ehemaliger Polizist einen 43-jährigen Familienvater erschossen. Der Schütze hatte sich gestört gefühlt, als der Mann eine SMS an seine Tochter versendete. Auch die Partnerin des Opfers wurde verletzt.

Ein 43-Jähriger sitzt mit seiner Partnerin in einem Kino in Tampa, Florida, und schickt SMSan seine Tochter. Der Film hat noch nicht angefangen, auf der Leinwand läuft Werbung - dennoch stört sich ein anderer Kinobesucher am Verhalten des Familienvaters. Was nach einem harmlosen, schnell zu klärenden Zwischenfall klingt, entwickelt sich zu einem heftigen Streit. Am Ende erschießt der Mann den Vater, die Partnerin des Opfers wird an der Hand verletzt.

Nach Angaben des zuständigen Sheriffs saß der Schütze, ein 71-jähriger ehemaliger Polizist, gemeinsam mit seiner Ehefrau eine Reihe hinter einem Mann, der die SMS schrieb. Die damit verbundenen Geräusche störten ihn offenbar. Einem Bericht des Nachrichtensenders CNN zufolge bat er darum, das Tippen zu unterlassen. Daraus habe sich ein Streit entwickelt.

Der Rentner habe den Kinosaal verlassen, um sich zu beschweren, berichtet CNN. "Er kam sehr aufgeregt zurück", zitiert der Nachrichtensender einen Zeugen. Der Familienvater sei aufgestanden und habe erklärt, er habe nur eine SMS an seine Tochter geschickt. Dann sei es erneut zum Streit gekommen, der Rentner habe plötzlich eine Waffe gezogen und geschossen. Danach habe er die Pistole sinken lassen und sich auf einen Stuhl gesetzt.

Der Getroffene erlag kurze Zeit später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Auch seine Partnerin musste medizinisch versorgt werden. Sie hatte die Hände vor ihren Mann gehalten, als der Schütze auf ihn zielte.

Der 71-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Einen Hinweis darauf, dass sich die beiden Männer kannten, gibt es nach Angaben der Polizei nicht.

© Süddeutsche.de/dpa/feko/kjan

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite