Kriminalität - Hannover:Rechte Brandanschläge? Flüchtlingsrat fordert Aufklärung

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Hannover (dpa/lni) - Der Flüchtlingsrat Niedersachsen fordert eine konsequente Aufklärung der mutmaßlich rechtsgerichteten Brandanschläge auf Betriebe von Migranten im Norden des Landes. "Politik und Ermittlungsbehörden müssen rechter Gewalt endlich entschieden entgegentreten und konsequent gegen rechte Strukturen in Niedersachsen vorgehen", sagte Annika Hesselmann als Vertreterin des Rates am Donnerstag in Hannover.

Der Flüchtlingsrat und andere Organisationen verwiesen auf mehrere möglicherweise zusammenhängende Brandanschläge auf Restaurants, die von Zuwanderern geführt werden. Dazu gehören Brandstiftungen in Syke, Gnarrenburg und zuletzt im Oktober Ganderkesee. In einer Mitteilung war auch von Anschlägen in Bremervörde, Bremen-Vegesack und Beverstedt die Rede.

Von den Ermittlern werde der mutmaßliche rechtsextremistische Hintergrund nicht ernst genug genommen, selbst wenn am Tatort Symbole wie das Hakenkreuz gefunden würden, kritisierten die Organisationen. "Betroffene werden dann geschützt, wenn rechte Netzwerke zerschlagen und Straftaten konsequent verfolgt werden", sagte Hesselmann. Lokal- und Landespolitik sollten zudem das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Rechts vor Ort unterstützen.

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