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Kriminalität - Frankfurt am Main:Schwarzarbeit: Zoll durchsucht Firmen und Wohnungen

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Das Wappen des Zolls ist am Ärmel eines Zollbeamten zu sehen. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit hat der Zoll am Donnerstagmorgen drei Firmen und zwei Wohnungen in Frankfurt durchsucht. Die Durchsuchungen dienten hauptsächlich der Sicherung von Beweismitteln, wie der Zoll mitteilte. Zwei Männer im Alter von 33 und 56 Jahren werden demnach verdächtigt, Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in sechsstelliger Höhe vorenthalten oder hinterzogen zu haben.

Die beiden Männer seien Verantwortliche einer Baufirma. Ihnen werde vorgeworfen, "Arbeitskräfte "schwarz" entlohnt zu haben, ohne die tatsächlich gezahlten Löhne den zuständigen Stellen vollständig gemeldet zu haben", hieß es in der Mitteilung. Zur Verschleierung sollen sie Scheinrechnungen für nie erbrachte Leistungen von sogenannten Servicefirmen in Höhe von mehr als 600 000 Euro verbucht haben. Gegen die Verantwortlichen dieser Firmen werde ebenfalls ermittelt, teilte der Zoll mit.

Insgesamt seien rund 50 Einsatzkräfte an den Durchsuchungen beteiligt gewesen. Bei einem der Objekte sei auch eine Spezialeinheit des Zolls im Einsatz gewesen. Zu den sichergestellten Gegenständen machte der Zoll keine Angaben. Die Ermittlungen gegen die Männer dauern an.

© dpa-infocom, dpa:210211-99-397557/2

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