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Kriminalität - Flensburg:Angeklagter gesteht Hortung von Waffen und Sprengstoff

Deutschland
Vor dem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Flensburg (dpa) - Ein heute 41 Jahre alter Mann aus einem Dorf bei Husum in Nordfriesland hat gestanden, über Jahre verbotenerweise eine Vielzahl von Waffen, Munition und Sprengstoff besessen zu haben. Der Mann muss sich seit Dienstag am Landgericht Flensburg unter anderem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz verantworten. Eine Entschuldigung für sein Verhalten habe er nicht, sagte er am ersten Verhandlungstag. Er sei ein Sammler gewesen. "Ich wollte haben, haben, haben". Das Thema habe ihn schon lange interessiert und er habe lange eigentlich nur für dieses Hobby gelebt.

Der Mann soll von 2009 bis 2015 sowie erneut im Februar 2020 eine Vielzahl von Kriegswaffen, Sprengstoff und anderen Waffen besessen, erworben und verkauft haben. Darunter waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrere Hundert Kilogramm Sprengstoff, diverse Granaten, Maschinengewehre und -pistolen, Revolver, Repetiergewehre sowie Tausende Schuss Munition. Die Verlesung der Anklageschrift, in der alle Funde akribisch aufgelistet wurden, dauerte rund eine Stunde. Eine Erlaubnis all diese Dinge zu besitzen, hatte der Mann demnach nicht.

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