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Kriminalität - Blankenfelde-Mahlow:Polizei nimmt Mann nach mutmaßlichem Gewaltverbrechen fest

Blankenfelde-Mahlow
Einsatzkräfte der Polizei und Rettungsdienst stehen vor einem Haus. Foto: Jordan Raza/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Blankenfelde-Mahlow (dpa/bb) - Nach einem mutmaßlichen Gewaltverbrechen und dem Fund einer Leiche in einem Haus in Blankenfelde-Mahlow sitzt ein 59-Jähriger in Untersuchungshaft. Das teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam am Dienstag auf Nachfrage mit. Es geht um den Verdacht des Totschlags. Der Mann hatte sich nach Angaben der Polizei am Montag auf einem Revier in Potsdam gemeldet. Er sei bereits vernommen worden.

Die Ermittlungen dauerten an, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der 59-Jährige war am Montag von der Polizei zunächst vorläufig festgenommen worden, am Dienstag wurde dann der Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Ermittler hatten am Montag nach einem Hinweis die männliche Leiche in dem Haus im Ortsteil Mahlow (Teltow-Fläming) entdeckt. Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen 45-Jährigen. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Dienstag) zufolge soll der 59-jährige Tatverdächtige bei der Polizei angerufen und gesagt haben, er habe jemanden in Notwehr erschossen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das am Dienstag nicht.

Vor dem Haus, in dem die Polizei die Leiche fand, versammelte sich nach Informationen von dpa-Reportern am Montagnachmittag eine Gruppe von etwa 20 bis 30 Männern. Sie wollen nach eigenen Angaben das Todesopfer gekannt haben. Die Männer vermissten seit Samstag einen Cousin, der sich zuletzt in dem Gebäude aufgehalten haben soll, hieß es. Er soll demnach einem der Hausbewohner ein Auto verkauft haben. Neun Polizeibeamte waren vor dem Haus, drei davon trugen Maschinenpistolen.

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