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Kriminalität - Amtsberg:Brand in Dreiseitenhof im Erzgebirge: Onkel angeklagt

Amtsberg
Eine Statue der Justitia hält die Waage. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Chemnitz (dpa/sn) - Ein halbes Jahr nach dem Feuer in einem Dreiseitenhof in Amtsberg (Erzgebirgskreis) hat die Chemnitzer Staatsanwaltschaft Anklage gegen den verdächtigen Brandstifter erhoben. Dem Landmaschinenschlosser werden versuchter Totschlag, versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie schwere Brandstiftung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Laut Staatsanwaltschaft hat der 63-Jährige den von ihm und der Familie seines Neffen bewohnten Hof am 12. August 2020 mittels Beschleuniger angezündet, um ihn zu zerstören. Er legte dabei auch eine aufgedrehte Acetylenflasche in die schon brennende Scheune, damit sie in der Hitze explodiert. Er hat laut Anklage "bewusst auch den Tod des Neffen in Kauf genommen", der in seiner Wohnung war. Als dieser aus dem Haus rannte, attackierte der Onkel ihn mit Fäusten und einem Anpflockpfahl. Der 40-Jährige überlebte die schweren Kopfverletzungen nur dank einer Notoperation.

Die Behörde geht davon aus, dass an diesem Tag ein jahrelanger Streit um Erbschaft und Nutzung des Hofes eskalierte, der der Schwester des Beschuldigten zugesprochen worden war. Der Mann ist seitdem in Untersuchungshaft und "räumt den Tatablauf weitestgehend ein", so die Staatsanwaltschaft. Der Prozess gegen den Landmaschinenschlosser beginnt am 8. Februar am Landgericht Chemnitz.

© dpa-infocom, dpa:210128-99-210079/2

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