Kongo Ebola breitet sich aus

Unsichtbare Gefahr: Seit Ende März verursacht die Ebola-Epidemie im Osten Kongos viele Todesfälle.

(Foto: Al-Hadji Kudra Maliro/dpa)

Weil immer wieder Helfer angegriffen werden, steigt die Zahl der Infizierten. Experten sind beunruhigt.

Rund zehn Monate nach Beginn der Ebola-Epidemie im Osten des Kongo ist die Zahl neuer Erkrankungen wegen anhaltender Angriffe auf Helfer stark angestiegen. In der vergangenen Woche habe man 126 Neuerkrankungen des hämorrhagischen Fiebers und 83 Todesfälle registriert, erklärte das Gesundheitsministerium in Kinshasa. So viele neue Fälle in einer Woche habe es zuvor noch nicht gegeben. Ende März zählten die Behörden etwa 1000 Krankheitsfälle, inzwischen sind es rund 1500. Die Zahl der Todesopfer stieg von 630 auf rund 970. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Ghebreyesus, zeigte sich nach einem Besuch in der betroffenen Stadt Butembo am Dienstag "zutiefst beunruhigt", er forderte, die internationale Gemeinschaft müsse mehr tun, um den Kampf gegen Ebola zu unterstützen. Helfer tun sich schwer, den Ausbruch in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri einzudämmen, weil in der Region Milizen aktiv sind. Es gab wiederholt Angriffe und Ebola-Zentren.