Süddeutsche Zeitung

Kolumbien: Politik hüllenlos:Nackte Argumente

Vier kolumbianische Telenovela-Stars wollen eine politische Initiative zur Auszahlung von Tantiemen durchsetzen. Und versprechen Nacktfotos, wenn es klappt.

Nackte Tatsachen für ein Gesetz: In Kolumbien wollen vier bekannte Schauspielerinnen der Verabschiedung eines Gesetzes mit dem Versprechen auf Nacktfotos nachhelfen. Wenn der Kongress die Auszahlung von Auslandstantiemen an Schauspieler gesetzlich regele, wollten sie und ihre Kolleginnen für eine Zeitschrift die Hüllen fallen lassen, versprach die aus einer Telenovela bekannte Darstellerin Cristina Umaña.

Gemeinsam mit den in Kolumbien beliebten Schauspielerinnen Sandra Reyes, Marcela Mar und Patricia Castañeda setzt sie sich dafür ein, dass kolumbianische Darsteller jedes Mal Tantiemen erhalten, wenn ihre Kino- oder Fernsehproduktionen im Ausland ausgestrahlt werden.

Das Geld für die Ausstrahlungen werde bereits in zahlreichen Ländern wie den USA oder Spanien eingezogen, könne aber aufgrund fehlender Regelungen in Kolumbien nicht an die kolumbianischen Darsteller ausgezahlt werden, kritisierte Umaña.

Die kolumbianischen Produktionsfirmen verkaufen jährlich Fernsehserien für umgerechnet mehr als 14 Millionen Euro ins Ausland. Telenovela-Produzenten aus dem südamerikanischen Land verbuchen seit Ende der neunziger Jahre beachtliche internationale Erfolge mit ihren Geschichten. Sie lassen sich vor allem in den USA gut verkaufen.

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sueddeutsche.de/ojo/AFP
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