Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Kolumbiens sind offiziellen Angaben zufolge mindestens 66 Menschen gestorben und Dutzende verletzt worden. Dies teilte der Oberbefehlshaber der kolumbianischen Streitkräfte, General Hugo Alejandro López Barreto, auf X mit.
Bei den Todesopfern handele es sich überwiegend um Soldaten, die große Mehrheit von ihnen habe dem Heer angehört. Zudem starben den Angaben zufolge Mitglieder der Luftwaffe sowie zwei Polizisten. Bislang seien 57 Menschen teils schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Als vermisst galten zunächst vier Soldaten.
Das Flugzeug war wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen in Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo nahe der Grenze zu Peru abgestürzt. Nach Angaben der Feuerwehr prallte die Transportmaschine beim Start gegen das Ende der Landebahn und streifte beim Absturz einen Baum. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, die Militärmaschine hatte Sprengstoff an Bord geladen.
Der Präsident beschuldigt „geizige Vampire“ und „zwielichtige Geschäftemacher“
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro drückte sein Beileid aus – und holte zugleich in mehreren Statements zur Anklage aus. Er bedauere den Tod der „Söhne des Volkes“. Diese seien mit „Schrott“ in den Himmel geschickt worden. Dafür machte er politische und wirtschaftliche Eliten verantwortlich. Diese nannte er „geizige Vampire“ und „zwielichtige Geschäftemacher“. Vorgängerregierungen hätten veraltetes Militärgerät angeschafft. Petro, der erste linke Präsident Kolumbiens, steht kurz vor dem Ende seiner Regierungszeit. Im Mai wird neu gewählt.

