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Hamburg:Zoll entdeckt Kokain im Wert von einer Milliarde Euro auf Containerschiff

4,5 Tonnen Kokain auf Containerschiff in Hamburg entdeckt

Das vor zwei Wochen entdeckte Kokain wurde unter strenger Geheimhaltung und umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen vernichtet.

(Foto: dpa)
  • In Hamburg hat der Zoll auf einem Containerschiff Kokain mit einem Straßenverkaufswert von etwa einer Milliarde Euro sichergestellt.
  • Es handelt sich um den größten Einzelfund von Kokain in Deutschland.
  • Die Drogen waren in Sporttaschen versteckt und wurden vernichtet.

Der Zoll hat auf einem Containerschiff im Hamburger Hafen 4,5 Tonnen Kokain entdeckt. Es handle sich um die größte jemals einzeln in Deutschland sichergstellte Menge, teilte das Hamburger Hauptzollamt am Freitag mit. Der Straßenverkaufswert der Drogen soll bei etwa einer Milliarde Euro liegen.

Der Container stammte aus Uruguays Hauptstadt Montevideo und sollte nach Antwerpen (Belgien) transportiert werden. Offiziell war die Fracht als Sojabohnen deklariert. Als die Zollfahnder den Container öffneten, sahen sie jedoch nur zahlreiche Sporttaschen. Darin entdeckten die Beamten schließlich 4200 Pakete mit gepresstem Kokain.

Die bereits vor zwei Wochen sichergestellten Drogen seien dem Hauptzollamt zufolge unter strenger Geheimhaltung und umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen vernichtet worden.

Sporttaschen kann man schnell über Bord werfen

Knapp neun Millionen Container werden jährlich im Hamburger Hafen umgeschlagen. Hier wurden Drogen auch schon unter Bananen, in Kaffee oder wie jetzt erneut in Sporttaschen entdeckt. Sie können unterwegs von den Schmugglern notfalls schnell über Bord geworfen werden. Im aktuellen Fall ermitteln die Hamburger Zollfahnder nun unter anderem gegen potenzielle Auftraggeber.

2018 hatten die Hamburger Zöllner insgesamt rund 700 Kilogramm Kokain sichergestellt, nach insgesamt vier Tonnen im Vorjahr. "Wir können nicht verlässlich alle Verstecke finden, das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich", hatte der Leiter des Hauptzollamtes Hamburg, Christian Schaade, bei der Jahresbilanz 2018 gesagt.

© SZ.de/dpa/swi/mane

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